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Air Baltic hat beim US-Insolvenzgericht in New York Gläubigerschutz nach "Chapter 11" beantragt, um sich zu restrukturieren.
Grund sind hohe Schulden: 583 Millionen US-Dollar Verbindlichkeiten, dazu 106 Millionen Euro offene Lohnsteuern und Luftverkehrsabgaben sowie fast 992 Millionen US-Dollar Leasingverpflichtungen.
Die Airline hatte laut Gerichtsunterlagen vier Alternativen geprüft. Am Ende blieb nur "Chapter 11" übrig, um die notwendigen 350 Millionen Euro Notfinanzierung zu sichern. Air Baltic folgt damit Vorbildern wie Avianca, Latam, Aeroméxico, SAS, Gol und Azul.
Das Video erklärt, was "Chapter 11" rechtlich bedeutet und warum das Verfahren für Fluggesellschaften weltweit so attraktiv ist – automatischer Vollstreckungsschutz, priorisierte Notfinanzierung und die einfache Ablehnung von Leasingverträgen. Mehr dazu im airliners+ Magazin:
Auch der Blick nach Deutschland fehlt nicht: Condor nutzte nach der Pleite von Thomas Cook das deutsche Schutzschirmverfahren, ebenso die Flughäfen Paderborn/Lippstadt und Friedrichshafen. Warum ausländische Flughäfen anders als Airlines gar nicht erst zu "Chapter 11" greifen können, erklärt das Video ebenfalls.