Die USA haben im Zuge ihres Kriegs gegen den Iran mehrere wichtige Fluggesellschaften mit Sanktionen belegt. Das US-Finanzministerium veröffentlichte neue Strafmaßnahmen gegen staatliche und private Airlines und erhöhte damit den Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor. Neu auf die US-Sanktionsliste gesetzt wurden 27 iranische Airlines, darunter Kish Airlines, Iran Air Tour und ATA Airlines.
Mehrere der größten iranischen Fluggesellschaften, darunter Mahan Air, Iran Air und Meraj Air, standen bereits zuvor auf US-Sanktionslisten.
Neu ist, dass Washington nun deutlich breiter gegen den gesamten Luftfahrtsektor vorgeht: Die aktuellen Maßnahmen erfassen einen deutlich größeren Teil des iranischen Luftverkehrs als bisher. Auch ausländischen Unternehmen und Banken drohen Konsequenzen, wenn sie Geschäfte mit den betroffenen Airlines weiterführen.
Die Sanktionen dürften auch Auswirkungen auf Reisende haben. Ausländische Buchungsplattformen und Zahlungsdienstleister könnten sich aus Sorge vor US-Sanktionen von den betroffenen Airlines zurückziehen und damit den Ticketkauf erschweren.
Internationale Fluggesellschaften meiden seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar Verbindungen in den Iran. Wer zuletzt nach Teheran reisen wollte, flog mit iranischen Airlines über Istanbul oder Dubai ins Land.