Die Treibstoffkosten der US-Fluggesellschaften sind im Mai um 85 Prozent auf fast 6,7 Milliarden Dollar (rund 5,9 Milliarden Euro) gestiegen. Grund dafür war der Konflikt im Nahen Osten, der die Preise in die Höhe trieb, wie das US-Verkehrsministerium mitteilte.
Im Mai 2025 hatten die Airlines noch 3,62 Milliarden Dollar für Treibstoff ausgegeben. Der Preis pro Gallone Kerosin lag im Mai bei 4,09 Dollar und damit 1,88 Dollar über dem Wert vom Mai 2025, wie das Ministerium weiter mitteilte.
In den vergangenen Wochen sind die Kerosinpreise deutlich gefallen, nachdem sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA entspannt hatten.
Bereits im April waren die Treibstoffkosten um etwa 80 Prozent auf fast 6,5 Milliarden Dollar gestiegen.
Sorge vor neuer Preisspirale
Die Kerosinpreise liegen inzwischen rund 40 Prozent unter ihren Höchstständen vom April. Am Dienstag zogen die Ölpreise jedoch um mehr als zwei Prozent an, nachdem Berichte über Angriffe auf Schiffe nahe der Straße von Hormus erneut Sorgen vor Störungen der Schifffahrt durch diese wichtige Energie-Transitroute geweckt hatten.
Die Ticketpreise waren nach Beginn des Iran-Kriegs deutlich gestiegen und sind trotz der zuletzt sinkenden Kerosinpreise bislang nicht wieder gefallen.
Als die Kerosinpreise in die Höhe schnellten, erhöhten die US-Fluggesellschaften ihre Ticketpreise und Gepäckgebühren und strichen Flugverbindungen. Diese Maßnahmen glichen den Anstieg der Treibstoffkosten jedoch nur teilweise aus.
Delta Air Lines, United Airlines, American Airlines und Southwest Airlines vereinen zusammen rund 80 Prozent der US-Inlandsflüge auf sich.