Turkish Airlines hat eine weitreichende Neuaufstellung an der Führungsspitze vorgenommen und gleichzeitig entschieden, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten. Als Begründung verwies die türkische Fluggesellschaft auf geopolitische Instabilität und erhöhte Unsicherheit im Betriebsumfeld.
Neuer Vorstandsvorsitzender ist Ahmet Olmustur, der bislang als Chief Commercial Officer tätig war. Er übernimmt das Amt von Bilal Eksi, der in den Ruhestand getreten ist. Den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt Murat Seker, der Ahmet Bolat ablöst. Zudem wurde Metin Gulsen, zuvor Senior Vice President für Rechnungswesen und Finanzkontrolle, zum Finanzvorstand ernannt.
Harun Basturk, bislang Senior Vice President für regionale Vertrieb, rückt als Chief Commercial Officer nach.
Den Verzicht auf eine Dividende begründete Turkish Airlines mit dem anhaltenden Krieg im Nahen Osten. Die Airline erzielte 2025 einen Nettogewinn von 118,2 Milliarden Lira (rund 2,26 Milliarden Euro). Das Geld soll einbehalten werden, um die Liquidität zu sichern.
"Die Entscheidung spiegelt die Auffassung wider, dass eine starke Kassenposition angesichts des anhaltenden Krieges im Nahen Osten und der damit verbundenen Unsicherheit besser den langfristigen Interessen der Aktionäre dient", erklärte das Unternehmen. Zuletzt hatte Turkish Airlines für das Geschäftsjahr 2023 auf eine Dividende verzichtet. Für 2024 hatte die Gesellschaft eine Bardividende von brutto 6,88 Lira je Aktie ausgeschüttet.
Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Entscheidungen um 1,1 Prozent zu; der türkische Leitindex BIST 100 stieg im gleichen Zeitraum um 1,37 Prozent.