Transavia startet im Frühjahr Basis in Deutschland, © Flughafen München
Roy Scheerder, CCO Transavia, Michael Kerkloh, Chef des Flughafen München, und Mattijs ten Brink, CEO Transavia (von links). © Flughafen München
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Transavia startet im Frühjahr Basis in Deutschland, © Flughafen München
Transavia-Flugzeug vom Typ Boeing 737. © Flughafen München
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Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM macht der Lufthansa mit dem Billigflieger Transavia in Deutschland Konkurrenz. Ab März würden wöchentlich am Flughafen München 101 Flüge zu 18 Zielen angeboten, sagte Vorstandschef Mattijs ten Brink am Montag. Ziel seien eine Million Passagiere im ersten Jahr.

Destinationen in Italien, Portugal, Spanien, Dänemark, Kroatien, Marokko, Belgien und den Niederlanden sollen angeflogen werden. In München werden zunächst vier Boeing-737-Flugzeuge mit Crews stationiert. Die Flüge sollen laut Mitteilung überwiegend mit deutschen Crews durchgeführt werden, die in der bayerischen Landeshauptstadt stationiert sind.

Der Münchner Flughafenchef Michael Kerkloh sagte: "Wir werden durch die Ansiedlung von Transavia ein signifikanter Low-Cost-Standort." Transavia ist laut einer Mitteilung die erste Low-Cost-Airline, die am Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt eine eigene Basis aufbaut. München ist neben Frankfurt eines der beiden Drehkreuze der Lufthansa.

Mit jährlich 5800 Flügen von und nach München weite die Air France-KLM-Tochter das Münchner Angebot im Niedrigpreissegment um die Hälfte aus. Die Ansiedlung schaffe mehrere hundert zusätzliche Arbeitsplätze. Transavia allein biete in München mehr Flüge an als der Flughafen Memmingen insgesamt, sagte Kerkloh.

Erste Transavia-Basis in Deutschland

Mit München eröffnet Transavia die einzige Basis außerhalb ihrer Heimatmärkte Niederlade und Frankreich. Es gab zwar mal eine Basis in Dänemark, diese wurde jedoch wieder geschlossen. Wie andere traditionsreiche Fluggesellschaften leidet Air France-KLM unter der Konkurrenz von Billiganbietern wie Easyjet oder Ryanair. Sie schreibt rote Zahlen und hat soeben einen weiteren massiven Stellenabbau angekündigt. Die Tochter Transavia dagegen ist profitabel, wie ten Brink betonte.

München fliegt Transavia derzeit einzig aus Paris-Orly an. Die Transaviapläne waren bereits Ende September öffentlich geworden. In München starten und landen jährlich etwa 377.000 Flüge mit rund 40 Millionen Passagieren.

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