Der Flughafen Peking-Daxing hat schon seit einiger Zeit ein intelligentes Toilettensystem mit IoT im Betrieb. Enocean, der Produzent der Sensoren, stuft das Modell nun als Erfolg ein. Überwiegend batterielose Sensoren erkennen die Kabinenbelegung und den Status von Verbrauchsmaterialien.
Der Flughafen Peking-Daxing (PKX) hat Anfang des Jahres damit angefangen, ein intelligentes Toilettensystem auf Basis von Internet of Things (IoT) einzuführen. Das System erkennt die Belegung einzelner Kabinen und zeigt den Status auf Bildschirmen an, wie Enocean mitteilte. Für Enocean, Spezialist von stromsparenden Sensoren und Schaltern, ist es nun eine Erfolgsgeschichte geworden und damit auch ein Modell für Toilettenanlagen anderer Flughäfen.
Das chinesische Unternehmen Nanjing Winshine hat die Lösung für das Terminal des internationalen Flughafens entwickelt, so Enocean. Infrarotsensoren, intelligente Türschlösser und weitere Sensoren erfassen den aktuellen Belegungsstatus der Kabinen. Zusätzlich zeigt ein Ampelsystem in Rot und Grün an jeder Kabinentür die Verfügbarkeit an. Reisende können so schon vor Betreten des Waschraums sehen, ob Kabinen frei sind.
Solche prinzipiellen Belegungssysteme gibt es in Asien vereinzelt schon. Die Metro Taipei arbeitet etwa seit mehreren Jahren mit einer Belegungsanzeige von Toilettenanlagen, die sich in U-Bahnhöfen dort befinden und sehr oft zum Standard einer Station gehören. Das System in Taiwans Hauptstadt ist aber nicht ganz so komplex.
Das auf Encocean-Technik basierende System in Peking überwacht nach Angaben von Enocean nämlich auch Verbrauchsmaterialien wie Papierhandtücher und Seife. Bei niedrigem Füllstand wird automatisch ein Alarm zur Nachfüllung ausgelöst. Ein Überwachungssystem erkennt zudem unangenehme Gerüche und passt die Raumbeduftung oder Reinigungspläne an, so dass Personal vor Ort die Situation verbessern kann. Das Reinigungspersonal erhält über visualisierte Darstellungen Echtzeitinformationen.
Eine Besonderheit der eingesetzten IoT-Geräte ist nach Unternehmensangaben die Energieversorgung. 80 Prozent der Sensoren gewinnen die Energie zur Datenübertragung direkt aus mechanischer Bewegung (Energy Harvesting). Die Funktechnik von Enocean ermöglicht es so sogar Funksignale ganz ohne Batterie oder Stromanschluss zu senden. Es werden sogenannte Rezepte verschickt. Geringe Datenmengen, die auch nur wenig Energie für den kurzzeitigen Versand benötigen. Vorteilhaft ist, dass die Wartungskosten reduziert werden können.
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