Thai Airways hat den Verkauf ihrer sechs Airbus A380 eingeleitet. Die Jets werden in ihrem Ist-Zustand angeboten. Die Superjumbos wurden zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020 eingemottet und seitdem nicht wieder in Betrieb genommen. Das berichtet das Fachportal "Aerotime".
Am 23. August versandte die Fluggesellschaft eine Einladung an potenzielle Bieter, die nun Gebote für die sechs A380 abgeben können. Interessierte haben demnach bis zum 12. September Zeit, ihre Angebote einzureichen und eine Anzahlung von 50.000 US-Dollar (rund 46.340 Euro) pro Flugzeug zu leisten.
Der Prospekt weist darauf hin, dass der Verkauf der Flugzeuge auf Anordnung des Insolvenzgerichts erfolgt. Die endgültige Genehmigung des Planverwalters von Thai Airways ist erforderlich, damit der Verkauf als abgeschlossen gilt.
Ablehnung ungeeigneter Bieter
Die Airline behält sich das Recht vor, Angebote von ungeeigneten Bietern abzulehnen. Einschließlich solcher, die von den Vereinigten Staaten und/oder der thailändischen Regierung sanktioniert wurden.
Nach Abschluss des Kaufvertrages ist der Käufer dafür verantwortlich, die Flugzeuge entweder aus Thailand auszufliegen oder vor Ort zu zerlegen. Da die Flugzeuge im Ist-Zustand verkauft werden, fehlen somit auch die Lufttüchtigkeitsanweisungen und etwaige Service Bulletins.
Vier der sechs Flugzeuge sind derzeit am Bangkok Suvarnabhumi International Airport abgestellt, während sich die anderen beiden am Rayong-Pattaya U-Tapao International Airport befinden. Keines der Flugzeuge hat die letzte C-Prüfung abgeschlossen, zwei von ihnen waren zuletzt für C3-Prüfungen im Mai und Juni 2019 geplant.
Alle sechs Flugzeuge sind in einer Drei-Klassen-Konfiguration mit zwölf Sitzen in der Royal First Class, 60 Sitzen in der Royal Executive Class und 435 Sitzen in der Economy Class ausgestattet. CEO Chai Eamsiri von Thai Airways kündigte zuvor bereits an, die A380-Flugzeuge im Rahmen einer neuen Großraumflugzeugbestellung auszumustern.