Tway Air muss ihre Pläne für Europaflüge nochmal überarbeiten. Das südkoreanische Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr (MLIT) hat Pläne der Airline für unzureichend befunden, wie "CH-Aviation" berichtet.
Das Ministerium befürchte vor allem, dass es der Airline an System und Infrastruktur fehle, um die Europaflüge aufzunehmen, zitiert CH koreanische Medien.
Der aktuell wahrscheinliche Starttermin der Europaflüge dürfte demnach frühestens Ende diesen Jahres liegen. Ursprünglich wollte die südkoreanische Fluggesellschaft die ersten Verbindungen bereits im vergangenen Monat aufnehmen.
Als erste Strecke war eine Verbindung von Seoul-Incheon nach Paris-Charles de Gaulle geplant, gefolgt von einer Verbindung nach Frankfurt.
Als weiterer Grund für die Verzögerungen gelten eine Reihe von technischen Problemen mit den Flugzeugen der Airline. Das MLIT hatte deshalb auch eine Inspektion des Betriebs von Tway angeordnet.
Koreanische Medien berichten zudem darüber, dass der Airline die finanziellen Mittel fehlten, um den Betrieb der Flotte zu garantieren.
Im Rahmen des EU-Abkommens zur Übernahme von Asiana durch Korean Air muss letztere Tway Slots, Verkehrsrechte und Zugang zu geeigneten Flugzeugen gewähren. Der CEO von Tway, Hong-Geun Jeong, sagte, Korean Air werde an seine Airline fünf Großraumflugzeuge vom Typ A330-200 verleasen und 100 Piloten sowie Wartungsunterstützung zur Verfügung stellen.
Tway verfügt zudem bereits über drei Airbus A330-300.
Da der russische Luftraum auch weiterhin für koreanische Fluggesellschaften gesperrt ist, kann Tway mutmaßlich die Europaflüge zumindest mit der A330-300 nicht ohne Zwischenstopp durchführen. Geplant sind laut "CH-Aviation" drei wöchentliche (saisonale) Flüge nach Zagreb, vier wöchentliche Flüge nach Paris-Charles de Gaulle, fünf wöchentliche Flüge nach Rom sowie jeweils sieben wöchentliche Flüge nach Barcelona und Frankfurt.