Swiss hat im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von 30 Millionen Schweizer Franken (rund 32,7 Millionen Euro) erzielt. Im Vorjahreszeitraum hatte das Ergebnis bei 3,3 Millionen Franken gelegen.
Die operativen Erträge blieben mit 1,22 Milliarden Franken trotz eines rückläufigen Flugangebots stabil, wie die Lufthansa-Tochter mitteilte.
Die Verbesserung ist nach Unternehmensangaben wesentlich auf den Nahost-Konflikt zurückzuführen: Die eingeschränkte Kapazität von Konkurrenten über Golf-Drehkreuze trieb die Nachfrage – insbesondere auf Asienrouten – im März kurzfristig an und ließ die Durchschnittserlöse steigen.
Gleichzeitig wirkten sich die stark gestiegenen Kerosinpreise aufgrund von Absicherungsgeschäften noch nicht vollständig auf das Ergebnis aus.
Zweites Quartal unter Druck
CFO Dennis Weber warnte vor einer Verschlechterung. "Hätten wir im März bereits die Treibstoffpreise bezahlen müssen, die wir für April und die kommenden Monate erwarten, hätte sich ein deutlich anderes Quartalsergebnis ergeben", sagte er.
Der Kerosinpreis liege aktuell annähernd doppelt so hoch wie vor dem Iran-Krieg. Im April seien die Auswirkungen bereits deutlich spürbar gewesen.
Swiss beförderte im ersten Quartal knapp 3,7 Millionen Passagiere – 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die angebotenen Sitzkilometer sanken um 3,4 Prozent, bedingt durch Triebwerksengpässe und Pilotenmangel.
Die verkauften Sitzkilometer stiegen hingegen um 0,8 Prozent, der Sitzladefaktor verbesserte sich um 3,4 Prozentpunkte.
CEO Jens Fehlinger betonte, das Quartalsergebnis sei nicht fortschreibbar. Swiss halte an seinem Kostensparprogramm fest, das bereits vor dem Nahost-Konflikt eingeleitet worden sei.
Zu den strukturellen Herausforderungen zählen nach Unternehmensangaben weiterhin fehlende Triebwerke, rückläufige Produktivität und hoher Kostendruck. Fehlinger nannte zudem einen neuen Gesamtarbeitsvertrag für Piloten als prioritäres Ziel.