Swiss kooperiert mit der Schweizer Firma Metafuels bei der Entwicklung synthetischer Flugtreibstoffe. Im Mittelpunkt steht ein Verfahren, das grünes Methanol in nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) umwandelt, wie die Airline mitteilte.
Metafuels hat dafür das sogenannte "Aerobrew"-Verfahren entwickelt. Es verarbeitet Methanol, das entweder aus Biomasse oder mittels erneuerbarer Energien und CO2 (E-Methanol) gewonnen wird, zu synthetischem SAF. Der Anbieter bereitet derzeit eine Demonstrationsanlage am Paul Scherrer Institut im schweizerischen Villigen vor. Parallel treibt das Unternehmen den Aufbau einer ersten kommerziellen Produktionsanlage in Rotterdam voran.
Swiss-Chef Jens Fehlinger betonte, dass eine ausreichende Verfügbarkeit synthetischer Treibstoffe nur durch frühzeitige Investitionen in Technologien und Partnerschaften erreichbar sei. Bestehende und geplante Produktionskapazitäten dürften die geltenden Beimischungsziele nach Einschätzung der Beteiligten nicht vollständig erfüllen.
Metafuels-CEO Saurabh Kapoor bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Meilenstein und verwies auf verschärfte Regulierungsvorgaben sowie eine steigende Nachfrage nach synthetischen Treibstoffen.
Die Lufthansa Group prüft den Angaben nach bereits langfristige Beteiligungen an Abnahmevereinbarungen. Hintergrund sind die ab 2030 geplanten Beimischquoten für synthetische Treibstoffe in der Schweiz und der Europäischen Union.