Skyhub PAD hat selbst das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet. Das berichtete der WDR unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher. Die Entwicklung sei keine Überraschung.
Bereits vor einer Woche hatte Skyhub PAD angekündigt, den Flugbetrieb am 10. Juni einzustellen. Der Sprecher geht davon aus, dass bis zum 9. Juni alle geplanten Flüge stattfinden werden.
Ob neben Schulden noch Vermögen vorhanden ist, muss der vorläufige Insolvenzverwalter prüfen. Winfried Diekmann aus Büren, einer der 103 Gesellschafter, rechnet nicht mit einer Rückzahlung seiner Investitionen.
"Es wird nichts mehr zu verteilen geben", sagte er dem WDR. Wie viel er investiert hat, wollte er nicht mitteilen. Dem Vernehmen nach hatten die Gesellschafter insgesamt einige Millionen Euro als Startkapital eingebracht.
Umbuchungen auf andere Flughäfen
Laut einem Bericht des Fachmagazins Touristik Aktuell unter Berufung auf eine Vertriebsmitteilung der Lufthansa Group laufen die automatisierten Umbuchungen bereits an. Passagiere von und nach Paderborn/Lippstadt werden auf Hannover umgebucht, Reisende ab Lübeck auf Hamburg und Kunden auf der Pecs-Strecke auf Budapest.
Betroffene können kostenfrei umbuchen oder ihr Ticket erstatten lassen. In bestimmten Fällen können Kunden auch die Kosten für einen bodengebundenen Ersatztransport im Nachhinein geltend machen.
Skyhub PAD war im September 2025 als bürgerschaftliche Initiative ostwestfälischer Unternehmer und Privatpersonen gestartet, um die von Lufthansa gestrichene Verbindung München-Paderborn/Lippstadt zu ersetzen.
Für das laufende Jahr wären 90.000 Passagiere nötig gewesen, um schwarze Zahlen zu schreiben – bislang wurden knapp 30.000 befördert.