Der französische Triebwerkshersteller Safran hat im dritten Quartal mehr umgesetzt und seine Jahresprognose bestätigt. Der Umsatz stieg organisch um 13,4 Prozent auf neun Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das entsprach dem Durchschnitt der Analystenprognosen, den Safran selbst zusammengestellt hatte.
Vorstandsvorsitzender Olivier Andriès rechnet weiterhin mit einem bereinigten operativen Gewinn von 6,4 bis 6,5 Milliarden Euro. Der Konzern hatte seine Jahresziele im Juli angehoben, nachdem der Gewinn im ersten Halbjahr stärker als erwartet ausgefallen war. Gestützt hatte das Ergebnis die robuste Nachfrage nach Ersatzteilen.
Die Antriebssparte, die 2025 rund die Hälfte des Konzernumsatzes ausmachte, steigerte ihren Umsatz im dritten Quartal organisch um 13,2 Prozent. Zum Wachstum trug der Absatz der Leap-Triebwerke bei. Von Juli bis Ende September lieferte Safran 535 Leap aus. Das waren rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr und mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Safran baut die Triebwerke gemeinsam mit GE Aerospace für die Boeing 737 Max sowie für etwa jeden zweiten Jet der Airbus-A320-Neo-Familie.
Die Sparte Equipment and Defence erzielte im Quartal einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Analysten hatten 3,5 Milliarden Euro erwartet.
Sorgen um das Ersatzteilgeschäft
Der Aftermarket-Umsatz der Antriebssparte stieg um 18,7 Prozent. Das Wachstum hat sich nach Einschätzung von Jefferies-Analysten allerdings verlangsamt und blieb hinter den Erwartungen zurück.
Andriès wies Sorgen zurück, die Nachfrage nach Ersatzteilen lasse nach. "Wir wachsen immer noch", sagte er Journalisten bei einer Telefonkonferenz. Für das Gesamtjahr erwarte er bei Ersatzteilen ein Wachstum von etwa 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
GE Aerospace hatte am Dienstag ihre Gewinnprognose zum zweiten Mal im Jahresverlauf angehoben. Das Unternehmen begründete den Schritt mit der starken Nachfrage nach Triebwerkswartung und Ersatzteilen. Analysten sehen langfristig weiter starkes Wachstum im Aftermarket. Nach Prognose von JPMorgan steigen die Umsätze zwischen 2024 und 2040 auf das Sechsfache.
