Ryanair-Group-CEO Michael O'Leary rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der durchschnittlichen Ticketpreise um zwei bis vier Prozent. Zugleich soll die Passagierzahl wachsen, wie er in Dublin mitteilte. Flugpreise in Deutschland waren zuletzt bereits gestiegen.
"Auf Basis von allem, was wir in diesem Jahr sehen, erwarten wir ein Wachstum unseres Verkehrsaufkommens von 207 Millionen Passagieren im letzten Jahr auf etwa 215 Millionen in den nächsten zwölf Monaten", sagte O'Leary. Er bezog sich dabei offenbar auf das nächste Geschäftsjahr, das am 1. April beginnt. In Deutschland stockte Ryanair zuletzt das Angebot um 300.000 Sitze auf.
Bei den Ticketpreisen zeigt sich der Konzernchef zurückhaltend: "Und wir denken, dass es eine moderate Steigerung der Flugpreise um zwei, drei, vier Prozent geben könnte. Aber wir haben noch keine Ahnung", fügte er hinzu.
Die Buchungen für Januar, Februar und März bezeichnete O'Leary als "stark". Er erwarte eine starke Performance im vierten Quartal des Geschäftsjahres, sagte der Konzernchef am Rande einer Pressekonferenz. Im Weihnachtsgeschäft hatte Ryanair bereits gestiegene Buchungen und höhere Preise gemeldet.
Bei einem möglichen Handelskrieg zwischen der EU und den USA äußerte sich O'Leary skeptisch zur Frage, ob Boeing künftige Zölle übernehmen würde. Er sei nicht zuversichtlich, dass der US-Flugzeughersteller eventuelle Zölle zahlen werde, sagte er. Zum Inhalt von Verträgen könne er sich nicht äußern.