Qatar Airways setzt auf eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit Airbus. Der neue Konzernchef Hamad Al-Khater besuchte bei seiner ersten Europareise seit Amtsantritt im Dezember 2025 die Airbus-Zentrale in Toulouse, wie "Bloomberg" berichtete. Dort traf er Airbus-Chef Guillaume Faury.
Al-Khater bezeichnete das Gespräch demnach als hervorragend.
Die Airline betonte bei dem Besuch, dass Airbus seit Gründung der Fluggesellschaft fester Bestandteil der Flotte sei. Die Airline hat gezeigt, dass sie ihre Zusagen einhält, sagte Al-Khater laut "Bloomberg".
Derzeit betreibt Qatar Airways laut "CH-Aviation" 122 Airbus-Flugzeuge in einer Gesamtflotte von 276 Flugzeugen. Darunter sind unter anderem 34 Airbus A350-900, 28 A350-1000 sowie zehn A380. Ausstehend sind Bestellungen über 48 Airbus A321 Neo sowie 14 weitere A350-1000.
Die Beziehung zwischen der Golf-Airline und dem europäischen Flugzeugbauer war über Jahre belastet. Mitte 2021 hatte die katarische Zivilluftfahrtbehörde sämtliche A350-900 der Airline wegen Schäden an der Rumpflackierung am Boden gehalten. Es folgte ein Rechtsstreit um Entschädigungsforderungen. Airbus setzte daraufhin Anfang 2022 die ausstehenden A350-Bestellungen sowie eine Order über 50 A321 Neo aus. Erst 2023 einigten sich beide Seiten auf einen Vergleich.
Parallel hat die Airline auch ihr Verhältnis zu Boeing ausgebaut. Im Mai 2025 bestellte Qatar Airways 130 Boeing 787 und 30 Boeing 777-9, mit Optionen auf weitere 50 Maschinen beider Typen. Die Fluggesellschaft hatte zu dem Zeitpunkt erklärt, dass Produktionsprobleme bei beiden Herstellern den Flugbetrieb beeinträchtigt hätten.