Ein malaysischer Pilot ist am Flughafen von Jakarta mit mehr als 70.000 Ecstasy-Pillen in seinem Koffer aufgegriffen worden. Der 39-Jährige sei zudem positiv auf Drogen getestet worden, nachdem er ein Passagierflugzeug aus Malaysia nach Indonesien geflogen hatte, teilten die Behörden des Flughafens von Jakarta mit. Der Pilot war bereits am Mittwoch festgenommen worden. Nach indonesischem Recht drohen ihm lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe.
Die Zollmitarbeiter fanden im Koffer des Piloten 14 Tüten mit mehr als 70.000 Ecstasy-Pillen. In seinem Handgepäck hatte er zudem vier Gramm Methamphetamin.
Der Pilot war nach seiner Festnahme selbst positiv auf Drogen getestet worden, wie die Zollbehörde bekanntgab. "Sein Urintest wies Methamphetamin, MDMA und Kokain auf. Er stand also zum Zeitpunkt des Flugs unter dem Einfluss dieser Substanzen", sagte ein Vertreter der Zollbehörde vor Journalisten.
Airline leitet interne Untersuchung ein
Die Behörde gab zunächst nicht bekannt, für welche Fluggesellschaft der Pilot im Einsatz war. Der Flugnummer zufolge handelt es sich jedoch um einen Flug der Malaysia Airlines. Malaysia Airlines teilte mit, sie nehme die Vorwürfe ernst und habe eine interne Untersuchung eingeleitet.
Der Pilot gab an, er habe bereits zum dritten Mal versucht, Drogen zu schmuggeln. Die Ermittler vermuten, dass er einem internationalen Netzwerk angehört. Dem Mann wird ein Verstoß gegen das indonesische Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.
In einer ersten Befragung hatte der Mann angegeben, dass er die Drogen für einen Auftraggeber geschmuggelt und dafür umgerechnet 10.600 Euro erhalten habe. Bei seiner Ankunft in Jakarta hätte jemand die Drogen in Empfang nehmen sollen.
In Indonesien gilt eines der strengsten Drogengesetze der Welt. Gegen den nun verhafteten Piloten könnte sogar die Todesstrafe verhängt werden. Seit mehreren Jahren gilt im Land allerdings ein Moratorium für Hinrichtungen. Derzeit leben in Indonesien etwa 500 zum Tode verurteilte Menschen, darunter rund 90 Ausländer.