Liebe Leserinnen und Leser,
zehn Jahre nach ihrem Erstflug hat sich der Airbus A220 vom Sorgenkind zum Bestseller gewandelt – und genau dieses Spannungsfeld steht im Zentrum unserer aktuellen Ausgabe. Andreas Spaeth war für uns im Airbus-Werk Mirabel bei Montréal und hat mit den Verantwortlichen von Airbus Canada über Produktionsraten, die Zukunft der gestreckten A220-500 und den Weg zur schwarzen Zahl gesprochen.
Wie Fluggesellschaften und Flughäfen künftig direkter mit ihren Passagieren kommunizieren könnten, zeigt Andreas Sebayang in seinem Hintergrundbeitrag zum Rich Communication Service. RCS könnte SMS und Whatsapp Konkurrenz machen, ganz ohne App-Installation – mit Rückfallebene auf klassische Kurznachrichten, falls der Standard einmal nicht greift. Außerdem setzen wir unsere Serie zu Luftverkehrsabkommen fort: Dr. Tolga Ülkü hat mit Eric Njoya von der Dublin City University Business School darüber gesprochen, warum restriktive bilaterale Abkommen die entscheidende Bremse für den afrikanischen Luftverkehr sind – und warum der Kontinent trotz 1,4 Milliarden Einwohnern nur zwei Prozent des globalen Luftverkehrs ausmacht.
Als kleines Extra dieser Ausgabe haben wir eine Analyse zur Farnborough Airshow 2026 für Sie aufbereitet. Erstmals kam dort die Hälfte der 1600 Aussteller aus der Verteidigungsbranche, während die zivile Order-Bilanz mau blieb. Wie der europäische Rüstungsboom die industrielle Statik der Branche verschiebt – und warum Unternehmen wie Lufthansa, MTU und Airbus davon profitieren – lesen Sie in unserem Beitrag.
Nicht fehlen dürfen natürlich unsere Kolumnen: In "Schiene, Straße, Luft" hat sich Thomas Rietig den neuen Radweg rund um den BER vorgenommen. Und in den "Gedankenflügen" thematisiere ich die Frage, warum der Rücktritt von Verkehrsminister Patrick Schnieder in der Luftverkehrsbranche auf so viel weniger Resonanz stößt als in der Bahnbubble.
Ich danke Ihnen, dass Sie airliners+ abonniert haben und uns damit unterstützen, diese Themen fundiert aufzubereiten. Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.
Ihr
Alexander Fink
Chef vom Dienst airliners.de