Die Malaysia Aviation Group (MAG) führt nach der Festnahme eines Malaysia-Airlines-Piloten wegen mutmaßlichen Drogenschmuggels in Indonesien verpflichtende Drogentests für alle Piloten ein. Das teilte der Konzern mit.
Die erste Phase der Pflichttests betrifft 1260 Piloten von Malaysia Airlines und soll bis zum 15. August abgeschlossen sein. Piloten, die den Test bis dahin nicht absolvierten, dürften laut MAG so lange keine Flüge übernehmen, bis sie gemäß den Vorgaben des Konzerns freigegeben seien. Die Pflichttests ergänzten das bestehende Programm mit Zufallskontrollen und sollten künftig auf alle aktiven Piloten und das Kabinenpersonal ausgeweitet werden.
Der festgenommene Pilot sei ein 39 Jahre alter, dienstfreier Zweiter Offizier gewesen, der als Beobachter im Jumpseat des Cockpits mitgeflogen sei und die Maschine nicht selbst gesteuert habe, erklärte MAG. Bei seiner Ankunft in Jakarta aus Kuala Lumpur hätten die Behörden nach Angaben des Zolls 26 Kilogramm der Droge MDMA in seinem Gepäck gefunden, ein Urintest habe zudem Kokain und Methamphetamin nachgewiesen. MAG bezeichnete das Verhalten des Piloten als "völlig inakzeptabel und im Widerspruch zu den beruflichen Standards", die der Konzern von seinem Personal erwarte.