Korean Air schließt Asiana-Übernahme ab: Fusion im Dezember, © Korean Air
Boeing 787-10 von Korean Air mit der neuen Lackierung. © Korean Air
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Korean Air und Asiana Airlines wollen am 17. Dezember als integrierte Fluggesellschaft operieren. Damit endet ein mehr als fünfjähriger Konsolidierungsprozess, der mit der Aktienzeichnungsvereinbarung im November 2020 begonnen hatte.

Die Verwaltungsräte beider Unternehmen stimmten der Fusionsvereinbarung nun am Mittwoch zu. Die formelle Vertragsunterzeichnung folgte am Donnerstag.

Korean Air übernimmt im Zuge des Zusammenschlusses sämtliche Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Mitarbeiter von Asiana Airlines. Die südkoreanische Regierung und staatlich geführte Gläubiger hatten Asiana während des Übernahmeprozesses mit Liquiditätshilfen in Höhe von 3,6 Billionen südkoreanischen Won (rund 2,4 Milliarden Euro) stabilisiert, um die heimische Luftfahrtindustrie nach den pandemiebedingten Verlusten zu stützen. Die öffentlichen Mittel seien vollständig zurückgezahlt worden, teilte Korean Air mit.

Die Fusion wird als sogenannte Kleinfusion nach südkoreanischem Handelsrecht abgewickelt, sodass der Vorstandsbeschluss von Korean Air die Hauptversammlung ersetzt. Asiana Airlines wird im August eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, um den Zusammenschluss formal zu beschließen.

Das Fusionsverhältnis wurde auf eine Korean-Air-Aktie zu 0,2736432 Asiana-Aktien festgesetzt. Das Kapital von Korean Air soll durch die Transaktion um rund 101,7 Milliarden südkoreanische Won steigen.

Regulatorische Schritte folgen

Nach der Vertragsunterzeichnung hat Korean Air nun die Genehmigung der Fusion auch offiziell beim südkoreanischen Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr beantragt. Für Juni sind nun die entsprechenden Anpassungen der Betriebsvorschriften geplant, damit die Flugzeuge und Sicherheitssysteme von Asiana unter dem bestehenden Luftverkehrsbetreiberzeugnis von Korean Air betrieben werden können.

Die regulatorische Vorgeschichte war komplex: 14 Behörden weltweit mussten der Transaktion zustimmen. Nachdem unter anderem die EU-Kommission und die US-Behörden grünes Licht mit Auflagen gegeben hatten, schloss Korean Air den Akquisitionsprozess im Dezember 2024 mit dem Erwerb von 63,88 Prozent der Asiana-Anteile ab.

Investitionen in Infrastruktur und Betrieb

Parallel zu den formellen Schritten treibt Korean Air umfangreiche Investitionen voran. Dazu gehören Lounge-Renovierungen und Terminal-Umzüge am Flughafen Incheon, die Standardisierung von Ausbildungsprogrammen für Kabinen- und Cockpit-Personal sowie der Ausbau der Wartungskapazitäten – darunter eine neue Triebwerkswartungsanlage in der Nähe des Flughafens Incheon. Zudem sollen die Vielfliegerprogramme beider Airlines in Abstimmung mit der Korea Fair Trade Commission zusammengeführt werden.

Durch den Zusammenschluss will Korean Air ihre globale Marktposition stärken und den Flughafen Incheon als internationales Drehkreuz weiter ausbauen. Wie die Vorbereitungen auf die Integration vor Ort aussehen, hat airliners.de in einer Reportage aus dem Korean-Air-Headquarter in Seoul dokumentiert. Korean Air beförderte im Jahr 2025 mehr als 25 Millionen Passagiere und bedient derzeit 116 Ziele in 39 Ländern mit einer Flotte von 167 Flugzeugen.

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