Air Serbia erwägt eine Umstrukturierung ihrer Flotte, wie "Aerospace Global News" berichtete. Der Leiter der Netzwerkplanung, Bojan Aranđelović, erklärte am Rande des Branchenevents Routes Europe, die Airline prüfe Neuverhandlungen von Leasingverträgen sowie mögliche Flugzeugrückgaben, sollte die Treibstoffpreisvolatilität anhalten.
Bislang hat Air Serbia großflächige Flugstreichungen vermieden. Stattdessen setzt die Airline auf flexible Flugzeugwechsel: Je nach Auslastung werden Airbus-A319- und A320-Maschinen durch Embraer E195 oder ATR-72-Turboprops ersetzt. "Das hat uns echte Flexibilität gegeben", sagte Aranđelović.
Die Flotte umfasst derzeit vier Airbus A320 Ceo, neun Airbus A319 Ceo, vier Embraer E195 und zehn ATR 72.
Zusätzliche Kapazität bezieht Air Serbia den Angaben zufolge über ACMI-Vereinbarungen: Air Baltic fliegt in der Sommersaison 2026 mit bis zu vier Airbus-A220-300-Maschinen für die Airline, Bulgaria Air stellt im Rahmen eines zweijährigen Vertrags vier Embraer E190 bereit.
Air Serbia ist nicht allein. Air-France-KLM und Lufthansa haben ihre Flugpläne für die zweite Jahreshälfte gestrafft.
Lufthansa zieht die letzten vier Airbus A340-600 sowie zwei Boeing 747-400 bis Ende des Sommers aus dem Betrieb. Icelandair prüft eine beschleunigte Ausmusterung ihrer alternden Boeing-757- und Boeing-767-Flotten.