Geringere Kerosinkosten und eine ungebrochene Nachfrage nach Business-Class-Transatlantikflügen haben der International Airlines Group (IAG) im vergangenen Jahr zu einem Rekordgewinn verholfen. Der Betriebsgewinn legte 2025 um 13 Prozent auf 5,02 Milliarden Euro zu und lag damit über den Erwartungen der Analysten, wie der Konzern in London mitteilte. Der Überschuss wuchs um 22 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern sein bereits starkes Vorjahresergebnis erneut deutlich.
"Seit dem dritten Quartal sehen wir eine Erholung", sagte IAG-Chef Luis Gallego. Vor allem die Nachfrage im Premium- und Firmenbereich sei besonders gut. Auch seien die Buchungen für das erste Quartal 2026 stark. Für das laufende Jahr erwartet Gallego weitere Steigerungen.
Die IAG will in den kommenden zwölf Monaten 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten. Den Anfang macht ein Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro, der bis Ende Mai abgeschlossen sein soll. Das Flugangebot soll 2026 um drei Prozent wachsen. Lieferverzögerungen von Airbus und Boeing erwartet der Konzern dabei nicht.
Umsatz steigt trotz sinkender Passagierzahlen
Trotz der mauen Passagierentwicklung stieg der Umsatz des Konzerns um dreieinhalb Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Ein leichter Anstieg der Ticketpreise wurde von einer gesunkenen Sitzauslastung praktisch aufgezehrt. Allerdings sanken die Treibstoffkosten in Summe um fast sieben Prozent auf rund 7,1 Milliarden Euro, was dem Konzern Ausgaben von mehr als einer halben Milliarde Euro ersparte.
Die Airlines des Konzerns – British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level – beförderten im abgelaufenen Jahr knapp 121,6 Millionen Passagiere und damit 0,4 Prozent weniger als 2024. Konzernweit gingen die Fluggastzahlen sowohl auf den wichtigen Nordatlantikstrecken als auch innerhalb Europas zurück. Aufwärts ging es auf den Verbindungen nach Lateinamerika, Asien, Afrika und in den Nahen Osten.
Europäische Fluggesellschaften profitieren branchenweit davon, dass zahlungskräftige Reisende weiterhin Premiumflüge über den Atlantik buchen. Das Geschäft mit Economy-Flügen über den Atlantik steht dagegen unter anderem wegen der Unsicherheit im Zusammenhang mit den US-Zöllen unter Druck. Erst im November 2025 hatte die IAG auf die Schwäche in diesem Segment hingewiesen. Auch andere europäische Airline-Konzerne kämpfen mit dem Kostendruck. Finanzchef Nicholas Cadbury sagte, für das zweite und dritte Quartal bestehe noch wenig Visibilität, weshalb der Konzern keinen detaillierteren Ausblick gebe.