Josh Cahill gilt als einer der erfolgreichsten Airline-Blogger weltweit. Allein im vergangenen Jahr erreichten seine Videos 100 Millionen Views. Mit seinen Beiträgen nimmt er die Angebote der Airlines genau unter die Lupe. Dabei scheut er nicht vor harscher Kritik zurück. Im Gespräch mit airliners.de verrät er mehr über seine Arbeit – und seinen Zwist mit dem "Feelgood-Youtuber" Sam Chui.
Es ist der 16. Dezember 2023, als Josh Cahill auf YouTube ein Video veröffentlicht, das noch für viel Aufsehen sorgen wird. Der Blogger, der nur ein Jahr später bei den International Travel Awards als "Bester Airline-Kritiker" ausgezeichnet werden sollte, erhält eine folgenreiche Nachricht von Qatar Airways: Sein Flug wurde storniert, und weitere Buchungen wurden ihm untersagt. Kurz gesagt, Josh Cahill landete auf der No-Fly-Liste der Airline. Doch beginnen wir von vorn.
Geboren als Aljoscha Cahill-Wendholt am 17. Juni 1986 in Melbourne, Australien, wuchs Josh in einem multikulturellen Umfeld auf, geprägt von einer tschechischen Mutter und einem australischen Vater. Nachdem die Familie einige Zeit in Melbourne gelebt hatte, zog sie nach Deutschland, als Josh sieben Jahre alt war.
Dort entwickelte er seine Neugier für das Reisen – eine Neugier, die schließlich seine Leidenschaft für die Fliegerei entfachte. "Meine Leidenschaft für die Fliegerei begann vor allem durch meine Reisen und mein Interesse an Geschichte. Ich habe viele Bücher über Militärflieger gelesen. Und später kamen dann Dinge wie der Flugsimulator hinzu", erinnert sich Cahill.
Im Jahr 2016, als er seine Online-Karriere startete, änderte er seinen Namen offiziell in Josh Cahill. Die Idee dahinter: einen Namen zu wählen, der leicht auszusprechen und international gut zu verstehen ist. Sein Erfolg gibt ihm recht.
Josh Cahill entdeckte seine Leidenschaft fürs Reisen schon früh. Seine ersten Schritte als Reiseblogger machte er als "Couchsurfer" – eine Art Vorläufer von Airbnb für Backpacker. Über ein Online-Portal konnte man sich registrieren, um in fremden Ländern bei fremden Menschen auf der Couch zu übernachten. "Das Konzept war simpel, aber genial. Vor allem für Leute wie mich, die damals kein Geld hatten", erklärt Cahill.