Flydubai-Kapitän nach Messerattacke in stabilem Zustand, © DPA/Rafiq Maqbool/AP
Indien, Mumbai: Ein Lehrer der Gurukul School of Art malt in Mumbai ein Porträt zu Ehren von Smit Machchhar, einem indischen Piloten bei FlyDubai, der nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung im Cockpit einer Maschine schwer verletzt wurde. © DPA / Rafiq Maqbool/AP
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/10\/5fba8200101d9a2d-Q98ycu__wide__824?v=1790859704","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Rafiq Maqbool\/AP"},"caption":"Indien, Mumbai: Ein Lehrer der Gurukul School of Art malt in Mumbai ein Portr\u00e4t zu Ehren von Smit Machchhar, einem indischen Piloten bei FlyDubai, der nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung im Cockpit einer Maschine schwer verletzt wurde."}

Der Kapitän des Flydubai-Flugs FZ 1073, der am Mittwoch im Cockpit mutmaßlich von seinem Copiloten mit einem Messer angegriffen worden war, ist nach indischen Angaben in stabilem Zustand.

Der Inder Smit Machchhar werde in einem Krankenhaus in der Stadt Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens behandelt und erhalte dort die notwendige medizinische Versorgung, teilte die indische Botschaft in Saudi-Arabien mit.

"Eine ausführliche Einschätzung seines Gesundheitszustands steht noch aus, nach bisherigen Angaben ist sein Zustand jedoch stabil", hieß es in der Mitteilung der Botschaft. Man hoffe auf seine rasche Genesung. Die Zeitung "Hindustan Times" berichtete, Machchhar werde auf der Intensivstation behandelt. Indiens Premierminister Narendra Modi habe mit der Familie des Piloten telefoniert.

Modi: "Indien ist stolz auf Kapitän Machchhar"

Modi würdigte den Piloten am Donnerstag in Onlinediensten. "Kapitän Smit Machchhar ist ein Held", schrieb er. "Angesichts höchster Gefahr und trotz schwerer Verletzungen bewies er enormen Mut und eine unerschütterliche Entschlossenheit, das Leben anderer zu schützen." Der Mut des Piloten habe dazu beigetragen, "Hunderte von Menschenleben zu retten und eine große Tragödie abzuwenden". Weiter schrieb Modi: "Indien ist stolz auf Kapitän Machchhar. Wir beten für seine rasche Genesung, neue Kraft und gute Gesundheit."

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Kapitän bereits am Mittwochabend gewürdigt. "Er ist ein wahrer Held", schrieb Netanjahu. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der Kapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen. "Er hat die Leben von 174 Menschen gerettet, darunter israelische Bürger und andere Staatsangehörige."

Nach israelischen Medienberichten hatte ein israelischer Zahnarzt an Bord Erste Hilfe geleistet und die schwere Blutung des Kapitäns gestoppt. Auch der Copilot wurde nach Angaben des Flughafenbetreibers verletzt. Er wurde nach der Landung festgenommen und ebenfalls behandelt.

Gesicherte Angaben zum Motiv gibt es bislang nicht

Flug FZ 1073 war am Mittwochmorgen in Dubai gestartet und verlor nach rund zwei Stunden Flug plötzlich stark an Höhe. Daten des Trackingdienstes Flightradar zufolge sackte die Maschine innerhalb einer Minute von fast 34.000 Fuß auf weniger als 17.000 Fuß ab. Netanjahu sagte, der Copilot habe den Kapitän niedergestochen und versucht, das Flugzeug mit 174 Passagieren an Bord zum Absturz zu bringen.

Nach Angaben von Augenzeugen drangen Passagiere aus den vorderen Sitzreihen in das Cockpit ein und überwältigten den Copiloten. Eine zweite Besatzung, die in der Kabine mitreiste, übernahm nach Angaben von Flydubai das Flugzeug und landete es im saudi-arabischen Tabuk.

Die Passagiere wurden am Mittwochabend mit einem Ersatzflug von Flydubai von Tabuk nach Tel Aviv gebracht.

Die Justiz der Vereinigten Arabischen Emirate leitete derweil Ermittlungen ein. Flydubai setzt die Flüge von und nach Israel aus, solange die Untersuchungen andauern.

Gesicherte Angaben zum Motiv gibt es bislang nicht. Israels Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem "versuchten dschihadistischen Terroranschlag". Das israelische Nachrichtenportal "Ynet" meldete, der tatverdächtige Copilot stamme aus dem Oman. Nach erster israelischer Einschätzung handelt es sich laut dem TV-Sender Kan um einen Einzeltäter.

airliners+ Magazin

Jede Woche neue Impulse: Das digitale Wochenmagazin für die Luftverkehrswirtschaft. Ausgabe herunterladen und lesen
airliners+ Magazin 39/2026 Ausgabe herunterladen
und lesen
Titelbild: airliners+ Magazin 39/2026
Flugzeuge rollen zu den Terminals des O'Hare International Airport., © DPA/Nam Y. Huh
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2025\/11\/5fb6ce00d8ec3ba7-vB51IC__square__360?v=1762777884","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Nam Y. Huh"},"caption":"Flugzeuge rollen zu den Terminals des O'Hare International Airport."}

Regionalflughäfen sind so unterschiedlich wie ihre Nachhaltigkeits-Herausforderungen

GARS Nachwuchsforschung Regionalflughäfen gelten oft als homogene Gruppe, obwohl sich ihre Nachhaltigkeitsprobleme stark unterscheiden. Jolien Pauwels, Doktorandin an der Universität Antwerpen, stellt ein Trilemma aus gesellschaftlichem Nutzen, Finanzkraft und Umweltverantwortung vor, das für jeden Flughafentyp anders ausfällt.

10 min
Ausgabe lesen
Flugzeuge der Tap stehen in Lissabon., © AirTeamImages.com/Rui Alves
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2023\/02\/232231-46mb2a__square__242?v=1676974227","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 AirTeamImages.com\/ Rui Alves"},"caption":"Flugzeuge der Tap stehen in Lissabon."}
Eine für den Einbau fertige Recaro-Sitzreihe., © airliners.de/Andreas Sebayang
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/09\/dsc-9075-ITzg35__square__242?v=1790755152","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Andreas Sebayang"},"caption":"Eine f\u00fcr den Einbau fertige Recaro-Sitzreihe."}
Tewolde Gebremariam, © Ethiopian Airlines
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2010\/08\/ethiopian_tewolde_gebremariam_4611b2eee2b8bf41681b7c0cdf362962__square__242?v=1283273386","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 Ethiopian Airlines"},"caption":"Tewolde Gebremariam"}
Condor A321 in München vor Lufthansa-Flugzeugen., © AirTeamImages.com/Carlos Enamorado
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2024\/07\/purchased-cDg0kg__square__242?v=1721144014","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 AirTeamImages.com\/ Carlos Enamorado"},"caption":"Condor A321 in M\u00fcnchen vor Lufthansa-Flugzeugen."}
Gedankenflüge

Zubringer-Gedanken

Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil

Hochschule Worms

Wissen, worauf es ankommt!

Zum Firmenprofil

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil

STI Security Training International GmbH

Wir trainieren Ihre Sicherheit.

Zum Firmenprofil

ch-aviation GmbH

Accurate data and news on the airline industry.

Zum Firmenprofil

GAS German Aviation Service GmbH

Deutschlands größtes FBO & Handling Netzwerk

Zum Firmenprofil

Flughafen Memmingen GmbH

Memmingen Airport - Der Unternehmerflughafen

Zum Firmenprofil

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil

ADV Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V.

Unsere Flughäfen: Regionale Stärke, globaler Anschluss

Zum Firmenprofil

AEROTHRIVE GmbH

Aviation Training Certificates Boosting Your Career!

Zum Firmenprofil

HiSERV GmbH

We make GSE simple and smart.

Zum Firmenprofil

Wildau Institute of Technology e. V. (WIT)

Berufsbegleitender Aviation-Master und Weiterbildungsformate

Zum Firmenprofil