Condor startet im Sommer 2026 tägliche Flüge nach Abu Dhabi und kooperiert dabei mit Etihad Airways im Codeshare. Das teilten beide Airlines am Freitagabend mit.
Die deutsche Ferienfluggesellschaft wird den Angaben nach im selben Zuge Frankfurt sowie Berlin mit der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate verbinden.
Ab Mai 2026 hebt täglich ein Airbus A330 Neo vom Condor-Drehkreuz Frankfurt nach Abu Dhabi ab. Einen Monat später folgt eine tägliche Verbindung ab Berlin mit einem Airbus A320 Neo, wie es heißt. Über das Drehkreuz von Etihad in Abu Dhabi sollen Condor-Passagiere Anschlussverbindungen nach Südostasien, Japan, China und Australien erhalten. Das Gepäck wird durchgecheckt.
Berliner Passagiere erhalten damit erstmals nach der Air-Berlin-Pleite wieder Zugang zum Etihad-Drehkreuz. Abu Dhabi liegt rund 120 Kilometer südwestlich von Dubai und bietet weltweite Anschlüsse.
Alternative zu Emirates ab Berlin?
Condor kooperiert bereits seit Jahren mit Emirates im Codeshare. Diese Zusammenarbeit umfasst Verbindungen ab Frankfurt und München nach Dubai. Ab Berlin fehlt eine entsprechende Kooperation mit der Airline aus Dubai jedoch nach wie vor, obwohl diese angekündigt war.
"Das Codeshare-Abkommen mit Etihad Airways ist das Fundament für unsere neuen Verbindungen nach Abu Dhabi, mit denen wir Deutschlands Hauptstadt Berlin und Europas Finanzmetropole Frankfurt noch besser mit der Golfregion und darüber hinaus vernetzen", sagte Jens Boyd, Commercial Director bei Condor.
Die Condor-Antwort auf die airliners.de-Anfrage, ob die neuen Berlin-Flüge Auswirkungen auf das Dubai-Angebot haben werden, steht noch aus. Zuletzt hatte Condor Konkurrenz auf der Dubai-Berlin-Rotation von Eurowings erhalten.
Etihad bekommt Hauptstadt-Verbindung
Für Etihad Airways bedeutet die Partnerschaft den erneuten Zugang nach Berlin. Die Airline fliegt bereits nach Frankfurt, München und zuletzt auch wieder täglich Düsseldorf an.
"Deutschland ist für Etihad ein wichtiger Markt", sagte Arik De, Chief Revenue and Commercial Officer von Etihad Airways. Besonders die direkte Hauptstadt-zu-Hauptstadt-Verbindung zwischen Berlin und Abu Dhabi stärke die Beziehungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland.
Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, also Etihad sowohl als Emirates, dürfen in Deutschland nach Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg fliegen. Berlin steht laut Luftverkehrsabkommen nicht auf der Liste.