China wird Insidern zufolge nach einer kurzen Unterbrechung während der Feiertage im Oktober wieder veredelte Kraftstoffe exportieren. Das dürfte nach Einschätzung von vier mit der Angelegenheit vertrauten Händlern die weltweit angespannte Lage bei Diesel, Benzin und Kerosin entschärfen.
Zwei weitere Branchenvertreter erklärten, die Volksrepublik habe für Oktober Ausfuhren der drei Kraftstoffe von insgesamt rund 3,7 Millionen Tonnen genehmigt. Im September hatten die chinesischen Raffinerien noch etwas mehr als vier Millionen Tonnen exportiert. Das Handelsministerium und die staatliche Planungsbehörde reagierten zunächst nicht auf Bitten um eine Stellungnahme.
China hatte Anfang Oktober seine einwöchige Feiertagswoche zum Nationalfeiertag begonnen, ohne den großen Raffinerien des Landes grünes Licht für Exporte außerhalb von Hongkong und Macau zu geben. Der weltweit größte Ölimporteur hatte im März begonnen, die Kraftstoffexporte einzuschränken, um die Versorgung in China zu sichern. Zuvor hatte der Krieg der USA und Israels gegen den Iran die Rohölversorgung und die Raffinerieproduktion gestört. Zwischen Juli und September lockerte das Land die Kontrollen jedoch.
Da die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine die Kraftstoffproduktion beeinträchtigen und die Preise in die Höhe treiben, suchen viele Länder nach zusätzlichen Lieferungen. Die Internationale Energieagentur (IEA) vereinbarte in dieser Woche, die Freigabe von Ölreserven zu beschleunigen und dabei der Versorgung mit Diesel Vorrang einzuräumen.
