Der US-Finanzinvestor Castlelake prüft einem Bericht der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" zufolge eine Partnerschaft mit der Reederei MSC für eine mögliche Übernahme von Easyjet.
Mit MSC als Partner wolle Castlelake die EU-Eigentumsregeln für Fluggesellschaften einhalten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Easyjet-Aktien legten daraufhin um 2,3 Prozent zu.
Castlelake hatte vergangene Woche mitgeteilt, eine Übernahme zu einem Preis von mehr als 4,03 Pfund (etwa 4,66 Euro) je Aktie zu erwägen. Ein formelles Angebot liegt noch nicht vor.
Nach britischem Übernahmerecht hat der Investor bis zum 26. Juni Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen oder sich zurückzuziehen.
Eine Beteiligung von MSC würde dem Schweizer Konzern ermöglichen, die gesamte touristische Reisekette von Flügen bis zu Kreuzfahrtschiffen zu kontrollieren – ein Modell ähnlich dem deutschen Reisekonzern Tui.
MSC ist bereits im Oktober vergangenen Jahres als möglicher Easyjet-Interessent gehandelt worden, hatte damals aber dementiert. Bereits seit 2019 betreibt Easyjet ein eigenes Pauschalreisegeschäft mit wachsendem Ergebnisbeitrag.
MSC und Easyjet lehnten eine Stellungnahme ab. Castlelake war zunächst nicht für einen Kommentar erreichbar.