Die Bundeswehr prüft die Übernahme zivil betriebener Teile des Flughafens Rostock-Laage. Das Verteidigungsministerium habe sich im Dezember 2025 mit einem Schreiben an regionale Beteiligte und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gewandt, erklärte eine Ministeriumssprecherin.
Die Adressaten seien über die Prüfung des Erwerbs von Grundstücksanteilen und baulichen Anlagen informiert worden, die direkt an den militärischen Flugplatz angrenzen, hieß es weiter.
Der zivile Teil des Flugplatzes gehört dem Bund. Die zivile Mitbenutzung ist vertraglich geregelt. Die veränderte Sicherheitslage erfordere einen deutlichen Aufwuchs der Streitkräfte, der insbesondere infrastrukturelle Bedarfe umfasse, erklärte die Sprecherin.
Bundesweit würden zahlreiche Liegenschaften geprüft. Dies betreffe auch den Fliegerhorst. Die Prüfung sei fortgeschritten, zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht abgeschlossen.
Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) erklärte, aus Sicht der Stadt solle der zivile Betrieb fortgeführt werden. Falls der Bund seine Prüfung mit einem anderen Ergebnis beende, wäre ein Aus des zivilen Flugbetriebs ein Verlust für die Region Rostock.
In Laage befindet sich das taktische Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" mit mehr als 900 Soldaten. Hauptaufgabe ist die Ausbildung aller Eurofighter-Piloten der Luftwaffe. Das Geschwader übernimmt mit der Alarmrotte regelmäßig zeitlich begrenzt die Sicherung des deutschen Luftraums.