Boeing wird die Zielrate für die Fertigung der 737 Max von 47 Flugzeugen pro Monat erst Anfang kommenden Jahres erreichen. Das sagte Vorstandsvorsitzender Kelly Ortberg in einem Interview mit dem US-Sender "CNBC". Boeing hatte das Ziel ursprünglich für den abgelaufenen Sommer angepeilt.
Die Boeing-Aktie verlor im frühen Handel fünf Prozent. Die Auslieferungen des Schmalrumpfflugzeugs gehören zu den wichtigsten Treibern des Cashflows von Boeing.
Auf Boeing lastet Druck, die Produktion der 737 Max schneller zu steigern. Ortberg sagte, der Konzern steigere die Produktion auf die richtige Weise und werde dabei klug und diszipliniert vorgehen.
Schon im September hatte Ortberg gesagt, Boeing habe Flügel nicht schnell genug fertigen können. Vor Ortbergs Wechsel zu Boeing 2024 hatte der Flugzeugbauer jahrelang mit Qualitätsproblemen in der Fertigung gekämpft. Sie wurden auf überhastete Ratenerhöhungen zulasten der Qualität zurückgeführt.
Verlust höher als erwartet
Boeing verbuchte im dritten Quartal von Juli bis September einen bereinigten Verlust von 34 US-Cent (rund 31 Euro-Cent) je Aktie. Der Markt hatte laut Daten von LSEG mit einem Verlust von 21 US-Cent gerechnet. Der Umsatz der Zivilflugzeugsparte Boeing Commercial Airplanes sank leicht auf 10,7 Milliarden US-Dollar, der operative Verlust lag bei 697 Millionen US-Dollar.
Boeing begründete die Entwicklung mit weniger profitablen Auslieferungen und höheren Produktionskosten, auch in der Lieferkette. Im abgelaufenen Quartal erhielt die 737 Max 7 die Zulassung der US-Aufsichtsbehörden, die der größeren 737 Max 10 folgte im Oktober.
Probleme gibt es weiter in der Fertigung der 787 und der 777-Frachter.
