Boeing setzt bei der Entwicklung seines viersitzigen autonomen Elektro-Senkrechtstarters Wisk auf ein bewährtes Prinzip: Technologien aus eingestellten Konzeptprogrammen in neue Projekte zu überführen. Das berichtete "Leeham News".
Ein früheres Beispiel dafür ist die Entstehung der Boeing 787 – aus dem gescheiterten Sonic-Cruiser-Programm. Der Sonic Cruiser war zwischen 2000 und 2001 als mögliches Passagierflugzeug konzipiert worden. Mit einer angestrebten Reisegeschwindigkeit von Mach 0,97 sollte er knapp unterhalb der Schallmauer fliegen.
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 beendeten das Projekt den Angaben zufolge – nicht aus technischen Gründen, sondern weil sich die Prioritäten der Airlines grundlegend verschoben.
Treibstoffeffizienz und niedrige Betriebskosten verdrängten das Interesse an höherer Geschwindigkeit. Der Sonic Cruiser hätte einen ähnlichen Kerosinverbrauch gehabt wie die Boeing 767 aus dem Jahr 1982.
Boeing übertrug die im Rahmen des Sonic-Cruiser-Programms entwickelten Technologien auf ein neues Konzept, das zunächst unter der Bezeichnung 7E7 bekannt wurde. Daraus entstand die Boeing 787 – ein vollständig aus Verbundwerkstoffen gefertigtes Flugzeug mit aerodynamisch optimiertem Flügel.