Boeing und Speea einigen sich auf vorläufigen Tarifvertrag, © Boeing/Marian Lockhart
Boeing-Ingenieur baut am Flügelholm des 777-8-Frachters. : Ein Ingenieur mit Schutzbrille und blauen Handschuhen arbeitet an einem komplexen, automatisierten Bauteil oder Roboterarm in einer modernen, industriellen Fabrikumgebung. Im Hintergrund sind gelbe Treppen und Warnschilder zu sehen, was auf einen sicherheitsbewussten Fertigungsbereich für die Luftfahrtindustrie hindeutet. © Boeing / Marian Lockhart
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2025\/07\/ad81d48b-0a9e-4d14-b6b9-bee8bc335ce0-fbfEOx__wide__824?v=1752499496","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 Boeing\/ Marian Lockhart"},"caption":"Boeing-Ingenieur baut am Fl\u00fcgelholm des 777-8-Frachters.: Ein Ingenieur mit Schutzbrille und blauen Handschuhen arbeitet an einem komplexen, automatisierten Bauteil oder Roboterarm in einer modernen, industriellen Fabrikumgebung. Im Hintergrund sind gelbe Treppen und Warnschilder zu sehen, was auf einen sicherheitsbewussten Fertigungsbereich f\u00fcr die Luftfahrtindustrie hindeutet."}

Boeing und die Gewerkschaft Society of Professional Engineering Employees in Aerospace (Speea) haben sich auf einen vorläufigen Tarifvertrag geeinigt. Das Vierjahresangebot sieht höhere allgemeine Lohnerhöhungen vor als der erste Vorschlag, den die Mitglieder in einer Abstimmung am 21. August deutlich abgelehnt hatten.

Stimmen die rund 17.000 Beschäftigten der professionellen und technischen Einheiten von Speea zu, steigen die Löhne am 16. Oktober um zehn Prozent. Von 2027 bis 2030 folgen jeweils vier Prozent zuzüglich leistungsbezogener Erhöhungen.

"Unser endgültiges Vertragsangebot adressiert die wichtigsten Prioritäten unserer Beschäftigten und der Verhandlungsteams von Speea, darunter eine sofortige Lohnerhöhung und größere Lohntöpfe mit Garantien", sagte Ben Nimmergut, Vizepräsident und leitender Ingenieur für Fertigungstechnik bei Boeing, in einer Mitteilung.

Das neue Angebot enthält nach Angaben der Gewerkschaft zudem Änderungen bei den Regelungen zum Homeoffice und bei den Obergrenzen für Überstunden der Mitglieder der professionellen Einheit.

Mitglieder hatten höhere Lohnerhöhungen gefordert

Nach der Ablehnung des ersten Angebots erklärten Speea-Mitglieder in einer internen Umfrage, ihre wichtigste Priorität seien höhere allgemeine Lohnerhöhungen. "Wir haben Sie klar gehört, in Ihren Umfrageantworten und Kommentaren bei den Town-Hall-Treffen. Wir haben Ihre Worte mit an den Verhandlungstisch genommen, und sie haben jedes Gespräch mit den Boeing-Führungskräften geprägt", erklärte das Verhandlungsteam von Speea.

Die vorläufige Einigung sei "nicht alles, was wir gefordert hatten", stelle aber "einen echten Schritt nach vorn dar, um unsere Bezahlung und unser Arbeitsleben zu verbessern und die Beziehung zwischen der Boeing-Führung und den Mitgliedern unserer Gewerkschaft wieder aufzubauen", erklärte das Team weiter.

Vertrag läuft im Oktober aus

Der laufende Tarifvertrag endet am 6. Oktober. Kommt bis dahin keine endgültige Einigung zustande, können die Speea-Mitglieder in den Streik treten. Die Beschäftigten sind für Boeings Bemühungen von Bedeutung, die Boeing 737 Max 10 und die Boeing 777-9 zertifizieren zu lassen. Beide Modelle liegen bereits Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

Das erste, abgelehnte Angebot hatte allgemeine Lohnerhöhungen von drei Prozent vorgesehen. Mehrere Speea-Mitglieder erklärten, das werde ihre Gehälter nahezu sicher hinter die Inflation zurückfallen lassen. Der Verbraucherpreisindex, ein gängiger Inflationsmaßstab, war in der Region Seattle, in der die meisten Speea-Mitglieder arbeiten, binnen eines Jahres um 4,5 Prozent gestiegen, wie die US-Statistikbehörde BLS im Juli mitteilte.

Seit 2012 hat Speea keinen neuen Tarifvertrag mehr für ihre Mitglieder im Nordwesten der USA mit Boeing ausgehandelt. 2016 und 2020 stimmten die Mitglieder lediglich Vertragsverlängerungen zu.

airliners+ Magazin

Jede Woche neue Impulse: Das digitale Wochenmagazin für die Luftverkehrswirtschaft. Ausgabe herunterladen und lesen
airliners+ Magazin 36/2026 Ausgabe herunterladen
und lesen
Titelbild: airliners+ Magazin 36/2026
Mobilitätsformel Flugtaxis, © airliners.de/Airbus
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/09\/mobilitatskolumne-flugtaxis2-x5QXWz__square__360?v=1788444054","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/Airbus"},"caption":"Mobilit\u00e4tsformel Flugtaxis"}

Flugtaxis und autonome Luftmobilität

Mobilitätsformel (9) In seiner Kolumne "Die Mobilitätsformel" vergleicht Dr. Klaus Radermacher Verkehrssysteme auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten. Diesmal zeigt er: China führt bei autonomen Flugtaxis, die USA bei bemannten eVTOL-Systemen, während Lilium und Volocopter in Deutschland insolvent gingen.

12 min
Ausgabe lesen
Roboxi auf Vorfeld des BER im Hintergrund Terminal und Tower, © airliners.de/Alexander Becker
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/09\/roboxi-auf-vorfeld-des-ber-im-hintergrund-terminal-und-tower-QvSGmK__square__242?v=1788339247","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ Alexander Becker"},"caption":"Roboxi auf Vorfeld des BER im Hintergrund Terminal und Tower"}
Bombardier-Turbopropflugzeug von LGW., © AirTeamImages.com/Daniel Nicholson
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2019\/01\/00_76328316d4e2e46ce3de3f87c19cdeb6__square__242?v=1643977975","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 AirTeamImages.com\/ Daniel Nicholson"},"caption":"Bombardier-Turbopropflugzeug von LGW."}
Ein Airbus A321 der Tap Air Portugal nähert sich im Morgengrauen der Landung in Lissabon., © DPA/Armando Franca
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/07\/5fb9fc00ff87ea29-z9nJkO__square__242?v=1785426595","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Armando Franca"},"caption":"Ein Airbus A321 der Tap Air Portugal n\u00e4hert sich im Morgengrauen der Landung in Lissabon."}
Gedankenflüge

Tap-Poker: Zahlen, die zu denken geben

Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil

HiSERV GmbH

We make GSE simple and smart.

Zum Firmenprofil

AEROTHRIVE GmbH

Aviation Training Certificates Boosting Your Career!

Zum Firmenprofil

Wildau Institute of Technology e. V. (WIT)

Berufsbegleitender Aviation-Master und Weiterbildungsformate

Zum Firmenprofil

ADV Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V.

Unsere Flughäfen: Regionale Stärke, globaler Anschluss

Zum Firmenprofil

STI Security Training International GmbH

Wir trainieren Ihre Sicherheit.

Zum Firmenprofil

IU International University of Applied Sciences

WIR SIND DIE IU!

Zum Firmenprofil

Hochschule Worms

Wissen, worauf es ankommt!

Zum Firmenprofil

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil

AHS Aviation Handling Services GmbH

The perfect team for every stop

Zum Firmenprofil

Flughafen Memmingen GmbH

Memmingen Airport - Der Unternehmerflughafen

Zum Firmenprofil

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil