Das indische Flugunfalluntersuchungsbüro hat dem Ministerium für Zivilluftfahrt einen ersten Bericht zum Absturz einer Boeing 787 der Air India in Ahmedabad vorgelegt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur "ANI" unter Berufung auf Quellen.
Eine Bestätigung dieser Meldung durch "Reuters" lag zunächst nicht vor.
Die Veröffentlichung des ersten offiziellen Zwischenberichts ist nach bisherigen Untersuchungen für Ende dieser Woche geplant.
Der Absturz der Boeing 787-8 mit der Kennung VT-ANB markiert das schwerste Flugunglück in Indien seit Jahrzehnten und den ersten Totalverlust einer Boeing 787. Die mit zwei General Electric-Triebwerken ausgerüstete Maschine konnte nach dem Start keine Höhe gewinnen und stürzte in ein Wohngebiet.
Die Flugdatenschreiber konnten bereits kurz nach dem Absturz geborgen werden, wurden aber erst etwa zwei Wochen später begonnen auszuwerten.
Laut Medienberichten war bislang klar, dass die Flügelklappen und Vorflügel, die während des Starts für zusätzlichen Auftrieb sorgen, sich offenbar in korrekter Position befanden. Trotzdem verlor die Maschine schnell nach dem Abheben wieder an Höhe. Zwischen dem Mayday-Notruf und dem Aufprall lagen nach Angaben von Ermittlungsquellen nur etwa 15 Sekunden.
Warum beide Triebwerke gleichzeitig an Schub verloren haben könnten, ist damit weiter ungeklärt.
Boeing und die US-amerikanische Flugunfallbehörde NTSB unterstützen die indischen Ermittler vor Ort.