Der Düsseldorfer Flughafenchef Lars Redeligx ist neuer Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Das Präsidium wählte den Manager am Mittwoch einstimmig für zwei Jahre, wie der Verband mitteilte. Redeligx folgt auf Jens Bischof, den früheren CEO der Lufthansa-Tochter Eurowings.
Redeligx will sich vor allem für eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland einsetzen. "Die Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrsteuer am heutigen Tag ist ein wichtiger erster Schritt – dafür möchten wir Danke sagen", sagte er. Jetzt müssten weitere Maßnahmen folgen.
"Deutsche Airlines und Flughäfen müssen wieder Anschluss finden an das starke Wachstum des Luftverkehrs im restlichen Europa." Die staatlichen Standortkosten für Luftverkehr ab Deutschland müssten halbiert und Bürokratie sowie Überregulierung beim Umsetzen europäischer Normen in deutsches Recht abgebaut werden. "Gold-plating schwächt den Standort Deutschland. Das müssen wir ändern", sagte Redeligx.
Nachhaltigkeit und SAF-Produktion als weitere Prioritäten
Redeligx betonte zudem die Bedeutung von Klimaschutz. Die Branche wolle den Weg der Emissionsreduzierung weitergehen, benötige dafür aber realistische Zielvorgaben und eine deutlich höhere Produktion nachhaltiger Kraftstoffe (SAF).
Mit Blick auf den anstehenden Review-Prozess für das EU-Klimapaket "Fit for 55" warnte er: "Sonst werden Emissionen lediglich in andere Regionen der Welt verlagert – und Europa verliert Wertschöpfung."
Redeligx, Jahrgang 1970, begann seine Karriere im Lufthansa-Konzern, wo er von 2000 bis 2012 verschiedene Führungspositionen innehatte. Es folgten Stationen bei Brussels Airlines, LSG Europe und der Lineas Group. Das Amt des BDL-Präsidenten ist seit 2016 ein Ehrenamt, das alle zwei Jahre zwischen den Mitgliedsgruppen rotiert.