Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat der Politik einen Zukunftspakt für Wachstum, Innovation und Nachhaltigkeit angeboten. Das teilte der Verband beim Abend der Luftfahrt mit, der am Dienstagabend in Berlin stattfand.
Der Pakt sieht drei Schritte vor. Erstens sollen die Belastungen des Luftverkehrs durch Steuern und Gebühren halbiert werden und damit europäisches Niveau erreichen. Zweitens sollen Verfahren schneller laufen, Bürokratie abgebaut werden und bei der Übertragung von EU-Vorgaben in nationales Recht auf Verschärfungen ("Gold-Plating") verzichtet werden. Drittens soll die Dekarbonisierung bezahlbar und wettbewerbsneutral erfolgen, wobei die steigenden Erlöse aus dem Emissionshandel die Finanzierung tragen sollen.
BDL-Präsident Lars Redeligx sagte, der weltweite Luftverkehr wachse weiter. Deutschland falle dagegen zurück, während das Angebot in zahlreichen europäischen Märkten kräftig zulege. Hauptgrund seien staatliche Belastungen, die zweimal so hoch ausfielen wie im europäischen Mittel. Für die Branche summiere sich das auf Mehrkosten von zwei Milliarden Euro jährlich.