Animawings hat am Mittwoch in Rumänien ein Insolvenzverfahren mit dem Ziel einer gerichtlichen Reorganisation beantragt. Das berichtete der Branchendienst CH-Aviation unter Berufung auf lokale Medien.
Nach Angaben der Airline können einzelne Flüge verschoben oder gestrichen werden. Betroffene Passagiere erhalten je nach Fall eine Erstattung oder eine alternative Reiseoption.
Den Flugbetrieb will die Airline mit zwei Airbus A320 aufrechterhalten. Ihre sechs Airbus A220-300 belässt Animawings derweil seit Dienstag am Boden.
Vorstandsvorsitzender Marius Pandel nannte den Schritt "schwierig, aber notwendig", um das Unternehmen zu erhalten. Wiederholte technische Probleme mit der Flotte hätten den gesamten Betrieb belastet. Das wirtschaftliche Umfeld habe den Druck zusätzlich erhöht.
Angeblich bestehen nicht nur gegenüber der A220-Leasinggeber, Verbindlichkeiten, sondern auch gegenüber Flughäfen und dem Staat. Dem rumänischen Staat soll Animawings rund 11,5 Millionen Lei (rund 2,5 Millionen US-Dollar) schulden.
Ein im Mai angebahnter Einstieg von drei Investoren mit 50 Prozent war zuvor nicht zustande gekommen. Fraport Greece und der Betreiber des Flughafens Iasi gehen Medienberichten zufolge nun juristisch gegen die Airline vor.