Alternative zum Open-Fan-Konzept: CFM prüft konventionelleres Triebwerksdesign, © Safran Group
Ein Modell des Open-Fan-Triebwerks "Rise" von Safran. © Safran Group
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Der Triebwerkshersteller CFM, ein Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und Safran, untersucht neben seinem bevorzugten Open-Fan-Konzept auch ein konventionelleres Triebwerksdesign mit Ummantelung, wie aus Branchenkreisen hervorgeht.

Bei dem alternativen Konzept wird der Fan in einer Hülle ähnlich heutiger Triebwerksgehäuse untergebracht – anders als beim Open-Fan-Design, bei dem der Rotor frei liegt. Experten zufolge spart ein solches Design zwar weniger Treibstoff als der offene Rotor, ist aber vielseitiger einsetzbar.

Bekannt wurde das Vorhaben durch die Stellenbeschreibung eines Safran-Mitarbeiters. Darin wird neben dem Open-Fan-Projekt ein bislang unveröffentlichtes Vorhaben namens "Advanced Ducted-Large" (ADL) aufgeführt. Drei Branchenquellen bestätigten, dass CFM im Rahmen von Rise an der ummantelten Architektur arbeitet.

Sowohl Safran als auch GE Aerospace lehnten eine Stellungnahme ab. CFM und seine beiden Gesellschafter hatten stets betont, dass sie bereit seien, den Flugzeugherstellern die gewünschten Triebwerke zu liefern. Dabei wurde ein konventionelleres Design nie ausgeschlossen.

Die Vergabe eines eigenen Projektnamens gilt jedoch als erstes greifbares Zeichen dafür, dass die alternative Triebwerksarchitektur ernst genug genommen wird, um eigenständig weiterverfolgt zu werden.

CFM hatte im Rahmen seines viel beachteten Rise-Forschungsprogramms bisher vor allem das Open-Fan-Konzept vorangetrieben und Treibstoff- und Emissionseinsparungen von 20 Prozent in Aussicht gestellt. Das Rise-Programm zielt auf ein Bündel von Technologien ab, die der nächsten Generation von Airbus- und Boeing-Jets zugutekommen sollen, die voraussichtlich um 2040 in Dienst gestellt werden.

Die Technologiewahl hat potenziell weitreichende Konsequenzen – nicht nur für die Effizienz künftiger Flugzeuge, sondern auch für die kommerziellen Strategien von Airbus und Boeing.

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Passagiere stehen am Münchner Flughafen an einem Check-In Schalter., © DPA/Sven Hoppe
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