Airbus hat Fluggesellschaften aufgefordert, ausgewählte Flugzeuge vom Typ A330 Neo auf lose Gegenstände zu untersuchen. Anlass ist ein Werkzeug, das im Höhenleitwerk eines Flugzeugs entdeckt wurde, wie "Bloomberg" berichtete. Flugzeuge, die derzeit das Werk verlassen, hat der Hersteller nach eigenen Angaben bereits kontrolliert. Sie können planmäßig an die Kunden übergeben werden.
Zugleich arbeitet Airbus einen weiteren Qualitätsmangel ab, der die A321 Neo betrifft. Gemeinsam mit dem Zulieferer Leonardo untersucht der Hersteller einen Fehler beim Oberflächenschutz von 500 Rumpfelementen für das Schmalrumpfflugzeug. Ein Sicherheitsrisiko besteht nach Angaben von Airbus nicht. Wegen der Prüfungen rutschen allerdings 20 Auslieferungen ins vierte Quartal.
Im September hatte Airbus Branchenkreisen zufolge bis zu 72 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert, wie "Reuters" berichtete. Damit liegt der Hersteller nahe am Vorjahresniveau. Vor der für Donnerstag erwarteten monatlichen Mitteilung wollte sich Airbus dazu nicht äußern.
Das Jahresziel von rund 870 Zivilflugzeug-Auslieferungen erfordert damit ein starkes Schlussquartal. Lars Wagner, Leiter des Zivilflugzeuggeschäfts, erklärte erneut, er sei trotz Engpässen in der Industrie zuversichtlich, die Marke zu erreichen. Douglas Harned von Bernstein Research verwies in einer Analyse von Ende September auf den langen Weg dorthin. Das Analysehaus beließ sein Votum dennoch bei "Outperform" und das Kursziel bei 240 Euro.