Die Belegschaft von Airbus in Spanien hat den jüngsten Verhandlungsvorschlag der Unternehmensleitung abgelehnt. Bei Betriebsversammlungen an allen sechs spanischen Standorten hielten vergangene Woche rund 95 Prozent der Teilnehmenden den Vorschlag für nicht referendumsreif, wie die Gewerkschaftsmehrheit aus SIPA, ATP, CGT, UGT und UTIL mitteilte. Der seit dem 1. Juli laufende Streik wird damit fortgesetzt.
Die Versammlungen fanden zeitgleich in Illescas, Getafe, Tablada, San Pablo, Cádiz und Albacete statt. Der abgelehnte Vorschlag war tags zuvor aus mehrstündigen Verhandlungen zwischen Airbus-Geschäftsführung und Verhandlungskommission hervorgegangen – im Anschluss an eine Massendemonstration auf dem Rathausplatz von Getafe, bei der sich laut Gewerkschaften auch Airbus-Vorstandschef Guillaume Faury mit der Kommission getroffen hatte.
Die Gewerkschaftsmehrheit fordert von Airbus einen neuen Vorschlag mit höheren Gehaltssteigerungen sowie klaren, überprüfbaren Garantien. Der Streik läuft nach eigenen Angaben seit dem 1. Juli mit einer Beteiligung von mehr als 90 Prozent in den spanischen Werken.