Air Baltic hat sich mit bestehenden Anleihegläubigern und externen Finanzierern auf die Bedingungen einer Zwischenfinanzierung von bis zu 257 Millionen Euro verständigt. Die lettische Fluggesellschaft teilte mit, das Geld solle die Liquidität stärken und die für die Umsetzung des neuen Geschäftsplans nötigen Mittel bereitstellen.
Die Finanzierung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Anleihegläubigern und Aktionären. Über den Vorschlag soll eine Gläubigerversammlung am 11. September entscheiden. Für die neuen Anleihen fällt nach Angaben der lettischen Nachrichtenagentur "Leta" ein Zinssatz von 25 Prozent im Jahr an.
Stimmen die Gläubiger zu, sollen nach Angaben von Air Baltic rund 180 Millionen Euro kurz darauf zur Verfügung stehen. Weitere 77 Millionen Euro würden freigegeben, sobald zusätzliche Bedingungen erfüllt seien.
Air Baltic will die Zwischenfinanzierung über die Ausgabe neuer Anleihen aufnehmen, die am 26. Februar 2027 fällig werden. Die beteiligten Finanzierer hätten zugesagt, den vollen Betrag bereitzustellen, sofern die nötigen Genehmigungen vorlägen und weitere Bedingungen erfüllt würden. Auch bestehende Air-Baltic-Anleihegläubiger könnten sich an der neuen Emission beteiligen.
Staat kann sich beteiligen
Die geplante Finanzierung hänge nicht von einem finanziellen Beitrag des lettischen Staates ab, erklärte Air Baltic. Der Staat, selbst Inhaber von Air-Baltic-Anleihen, könne sich nach der kürzlich verabschiedeten Gesetzesgrundlage aber im Verhältnis zu seinem bestehenden Anleihenbestand an der Finanzierung beteiligen.
Vorstandsvorsitzender Erno Hildén sagte: "Die geplante Finanzierung gibt uns einen klaren Weg zu der Liquidität, die Air Baltic für die nächste Phase ihrer Entwicklung braucht. Unser überarbeiteter Geschäftsplan erfordert entschlossene Schritte, um die finanzielle Position des Unternehmens zu stärken und eine effizientere und eigenständigere Fluggesellschaft aufzubauen. Diese Finanzierung würde uns die nötige Zeit und die Ressourcen geben, um diese Maßnahmen umzusetzen und gleichzeitig den Flugbetrieb sowie den Service für die Passagiere wie geplant fortzuführen."
Air Baltic ordnete die geplante Zwischenfinanzierung als Teil umfassenderer Maßnahmen ein, mit denen die Fluggesellschaft ihre finanzielle Lage stärken und den neuen Geschäftsplan umsetzen will.