Nach einem erneuten Ascheausbruch des Ätna hat der Flughafen Catania auf Sizilien am Montag alle Landungen bis in den Nachmittag ausgesetzt. Vulkanasche sei in den Luftraum rund um den Airport gedriftet, teilte der Flughafenbetreiber SAC mit.
Die Landungen blieben nach Angaben von SAC bis 17:00 Uhr Ortszeit gesperrt, wie Reuters berichtete. "Da die Lage den Betrieb erheblich beeinträchtigt, sollten Passagiere den Status ihres Fluges bei ihrer Airline prüfen, bevor sie zum Flughafen aufbrechen", erklärte SAC. Die Lage werde fortlaufend beobachtet, weitere Updates hingen von der Entwicklung der vulkanischen Aktivität und den Wetterbedingungen ab, teilte der Betreiber weiter mit.
Nach DPA-Informationen fielen wegen des Ausbruchs auch einzelne Flüge nach Deutschland aus. Betroffene Urlauber wichen auf den Flughafen von Palermo oder auf die Bahn aus.
Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) stufte die Gefahrenlage für die Luftfahrt weiterhin mit der höchsten Warnstufe Rot ein. Aus zwei Schloten in 2360 und 2750 Metern Höhe traten demnach große Mengen Asche und glühende Gesteinsbrocken aus, die ausgedehnte Lavafelder speisten.
Bereits am Samstag war es laut AFP zu einem ersten Ausbruch gekommen. Der Flughafen Catania hatte damals sämtliche Ankünfte bis 12:00 Uhr gestrichen, Abflüge fanden nach AFP-Angaben planmäßig statt. Nach dpa-Informationen ist der Flugverkehr rund um den Ätna bereits seit mehreren Tagen beeinträchtigt – mitten in der touristischen Hauptreisezeit.
Der 3324 Meter hohe Ätna gilt als größter und aktivster Vulkan Europas. Der Flughafen Catania ist nach Reuters-Angaben mit Blick auf das Passagieraufkommen der fünft-verkehrsreichste Italiens. 2024 wurden rund zwölf Millionen Passagiere abgefertigt. Sizilien zählt zu den beliebtesten Reisezielen Italiens.