
Mitarbeiter des Bodenpersonals beteiligten sich schon vor einer Woche an einem Warnstreik am Airport Berlin-Tegel. Foto: © dpa, Jörg Carstensen
Wegen eines Warnstreiks des Bodenpersonals fallen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld am Donnerstagabend 210 Flüge aus. In Tegel wurden 156 Flüge gestrichen, in Schönefeld 54. Der Flugverkehr komme damit fast zum Erliegen, sagte ein Sprecher der Berliner Flughafen-GmbH. Um 16 Uhr hatte ein Großteil des Bodenpersonals an den beiden Flughäfen seine Arbeit niedergelegt, der Warnstreik soll bis 22 Uhr dauern.
Im seit Monaten laufenden Tarifkonflikt geht es um bessere Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten für die rund 2000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste an den Berliner Flughäfen. Dazu zählen zum Beispiel Check-In und Gepäckabfertigung, aber auch das Einwinken und Betanken der Maschinen.
Die Arbeitgeber hatten die erneute Streikankündigung als "absolut unverständlich" und "absolut unverhältnismäßig" bezeichnet. "Differenzen sollten am Verhandlungstisch geklärt werden. Aber Verdi versucht hier, überzogene Forderungen zu Lasten der Fluggäste durchsetzen zu wollen", hieß es in einer Mitteilung.
In dieser Woche steht nächste Verhandlungsrunde an
Zuvor war die vierte Verhandlungsrunde für das Personal an den Berliner Flughäfen erfolglos geblieben. Die Gewerkschaft fordert einen Euro mehr pro Stunde und ein verbessertes Tarifsystem.
Die Arbeitgeber boten nach eigenen Angaben die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - allerdings bei einer Laufzeit von vier Jahren. Die Verhandlungspartner wollen sich an diesem Freitag (17. Februar) erneut treffen. Es sind laut Verdi die vorerst letzten geplanten Gespräche.
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Am vergangenen Mittwoch hatte es bereits Warnstreiks an den Berliner Flughäfen gegeben. An beiden Airports zusammen fielen rund 140 Flüge aus, der Großteil davon in Tegel.
Auch an an den Flughäfen in Stuttgart und Hamburg und legten die Bodenverkehrsdienste die Arbeit nieder. Dort sind die jeweiligen Tarifkonflikte ebenfalls ungelöst. Die Forderungen der Gewerkschaft sind für jeden Standort unterschiedlich.