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Ein On-Demand-Konzept für regionales Fliegen
Der innerdeutsche Luftverkehr schrumpft immer weiter: Die neuesten Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zeigen für den kommenden Winterflugplan jetzt sogar einen Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dabei geht es den Airlines in Deutschland ohnehin schlecht: Während sich der Luftverkehr im übrigen Europa nach der Pandemie längst erholt hat, liegt das gesamte Sitzplatzangebot ab Deutschland noch immer bei 88 Prozent des Vorkrisen-Niveaus – innerdeutsch sind es nur noch 46 Prozent, im reinen Punkt-zu-Punkt-Verkehr sogar nur rund 14 Prozent.
Doch es gibt neue Hoffnung für den Regionalverkehr: die On-Demand-Airline Vini, die mit ihrem "Make it Fly"-Konzept und kleinen Flugzeugen dort ansetzt, wo große Fluggesellschaften längst ausgestiegen sind. Wir haben den Erstflug zwischen dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin begleitet – eine Strecke, die Air Berlin damals groß gemacht hat, bevor Eurowings sie 2019 einstellte.
Im Video ordnen wir ein, warum ausgerechnet der innerdeutsche Punkt-zu-Punkt-Verkehr so stark eingebrochen ist, welche Rolle das Air-Berlin-Erbe, Lufthansa und die Bahn dabei spielen und wieso zwei Drittel der verlorenen Passagiere heute im Auto sitzen statt im Zug. Außerdem ein Blick auf andere kleine Wiederbeleber wie Air Uniqon und Skyhub PAD – und woran deren Versuche teils scheitern.
Ob aus Karlsruhe–Berlin wieder eine dauerhaft gut gebuchte Strecke wird, bleibt offen. Klar ist: Ohne viele weitere neue Verbindungen in kleinen Flugzeugen wie diese wird der innerdeutsche Luftverkehr auf absehbare Zeit nicht wieder aufs Vor-Corona-Niveau kommen.