Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will den Schwerpunkt seiner Amtszeit auf den Ausbau und die Modernisierung der deutschen Infrastruktur legen. "Mein Arbeitsauftrag lautet klar, vor allem sicherzustellen, dass die vielen Infrastrukturmilliarden auch in Zukunft umgesetzt werden", sagte Bilger am Mittwoch in den ARD-"Tagesthemen".
In den kommenden vier Jahren stünden rund 170 Milliarden Euro für Straßen, Schienen und Wasserwege bereit; dieses Geld müsse nun zügig in Projekte fließen.
Bilger übernahm das Ressort am Mittwoch von Patrick Schnieder. Zu möglichen Fehlern seines Vorgängers äußerte er sich nicht, betonte jedoch, dass er die Infrastruktur in Deutschland aus den Negativschlagzeilen herausführen wolle. Baustellen würden zunächst Belastungen bringen, langfristig solle sich die Situation für Bahn- und Autofahrer aber spürbar verbessern.
Bilger, der seit 2009 im Bundestag sitzt, war bereits von 2018 bis 2021 parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Die neue Aufgabe sei für ihn "ein Stück weit nach Hause kommen".
Dass er erst nach einer Absage von Fritz Günzler für das Amt gefragt wurde, bezeichnete Bilger als unproblematisch – in der Politik gebe es viele geeignete Personen.