Die Gewerkschaft Verdi und die Lufthansa-Tochter City Airlines haben ihre Tarifverhandlungen nach einem kurzzeitigen Abbruch wieder aufgenommen. Nach konstruktiven Gesprächen am Montagabend wollen beide Seiten die Verhandlungen für Cockpit- und Kabinenbeschäftigte in den kommenden Tagen fortsetzen und eine Lösung finden, wie die Gewerkschaft mitteilte.
Die Gespräche hätten in konstruktiver Atmosphäre stattgefunden, hieß es.
Verdi hatte die Verhandlungen am vergangenen Freitag abgebrochen, nachdem die Arbeitgeberseite ein wochenlang bestehendes Angebot zur Vergütungserhöhung zurückgezogen hatte.
Bei den Verhandlungen handelt es sich um die Ersttarifierung der Lufthansa-Tochter. Beide Seiten verhandeln über ein Gesamtpaket mit voraussichtlich mehr als 50 Einzelregelungen, darunter einen Manteltarifvertrag und einen Vergütungstarifvertrag. Betroffen sind über 500 Beschäftigte.
Kritik an Verhandlungsführung
Verdi hatte das Vorgehen der Arbeitgeberseite nach dem Abbruch scharf kritisiert. Die Gewerkschaft lehnt einen sogenannten EASA-Manteltarifvertrag ab, den die Lufthansa bei City Airlines durchsetzen möchte. Den Mitgliedern sei es wichtig, dass nicht nur die Gehälter verbessert würden, sondern auch die Arbeits- und Planungsbedingungen, erklärte Verdi-Konzernbetreuer Marvin Reschinsky gegenüber airliners.de.
Lufthansa City Airlines verhandelt nach eigenen Angaben mit mehreren Gewerkschaften über die Ersttarifierung. Die Airline war 2023 als Nachfolgerin von Lufthansa Cityline für Zubringerflüge zu den Lufthansa-Hubs Frankfurt und München gegründet worden.