Die Singapore Airlines will ihr Kapazitätsangebot weiter ausbauen – auch dann, wenn Wettbewerber wie die Cathay Pacific und die Qantas angesichts des durch den Nahostkonflikt ausgelösten Kerosinpreisanstiegs Strecken kürzen. Das erklärte das Management am Freitag in Singapur.
Als Grundlage dient der Airline eine Liquiditätsreserve von 7,9 Milliarden Singapur-Dollar (rund 6,2 Milliarden US-Dollar). "Wir sind in einer Position, in der wir keine Kapazität kürzen müssen", sagte Lee Lik Hsin, Chief Commercial Officer der Singapore Airlines. "Unsere Finanzlage ist stark, und daher wachsen wir tatsächlich, anstatt zu kürzen."
Neue Strecken und Frequenzen
Bereits vergangene Woche hatte der Carrier angekündigt, Flüge von Singapur nach Madrid über Barcelona aufzunehmen sowie die Frequenzen nach Manchester, Mailand, München und London Gatwick in der zweiten Jahreshälfte zu erhöhen.
Gleichzeitig räumte die Airline Margendruck ein: Ticketpreiserhöhungen glichen den Anstieg des Kerosinpreises bislang nicht vollständig aus. "Wir wollen zu einem Preis anbieten, zu dem Kunden noch bereit sind zu kaufen – daher müssen wir den Markt sorgfältig beobachten", so Lee.