Der ehemalige Militärflugplatz der sowjetischen Armee wurde in den 1990er Jahren für rund 60 Millionen Euro ausgebaut. 2001 ging die Betreiberfirma pleite. 2006 wurde der Flugplatz wiedereröffnet. Flugverkehr gibt es dort kaum noch. Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) hatte angekündigt, ab dem kommenden Jahr kein Geld mehr für den Betrieb des Flugplatzes auszugeben. In diesem Jahr standen noch rund 200 000 Euro aus dem Landeshaushalt zur Verfügung.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion Frank Thiel sagte, mit dem möglichen Verkauf des Flughafengeländes gehe eines der traurigen Kapitel zu Ende, in dessen Verlauf im wahrsten Sinne des Wortes Millionen in Beton verbaut wurden. Von Magdeburg aus seien mehrere Flughäfen mit öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln zu erreichen, ohne dass in der Nähe der Landeshauptstadt mit öffentlichen Geldern Flugaffinitäten zu unterstützen wären.