Royal Air Maroc erwartet ab 2028 die ersten Flugzeuge aus einer großen Flottenausbau-Ausschreibung. Die Airline rechnet ab dann mit durchschnittlich 15 neuen Maschinen pro Jahr, wie Vorstandschef Abdelhamid Addou mittelte.
In der Zwischenzeit wird die Fluggesellschaft bis zu 13 Flugzeuge pro Jahr einflotten, hauptsächlich über Leasingvereinbarungen, fügte Addou hinzu.
"Die Ausschreibung wird derzeit finalisiert", sagte Addou Reportern am Rande der Generalversammlung der Arab Air Carriers' Organization in Rabat. Die Ausschreibung war im April 2024 gestartet worden. Sie umfasst bis zu 200 Flugzeuge bis 2037. Die Fluggesellschaft prüft Angebote von Boeing, Airbus und Embraer.
Etwa 25 Prozent der Bestellung werden aus Großraumflugzeugen bestehen. Der Rest sind Schmalrumpfjets, sagte Addou. Er machte keine Angaben zum Wert der Ausschreibung.
Der Flottenausbau ist Teil der Strategie von Royal Air Maroc, ihre Position als regionales Drehkreuz zu stärken. Die Airline verbindet Afrika mit Europa und Amerika über ihre Basis in Casablanca.
Separat hat Marokko eine Ausschreibung für ein neues Flughafenterminal gestartet. Es soll die Passagierkapazität bis 2029 von derzeit 10,5 Millionen auf 35 Millionen erhöhen. Dies geht aus Angaben der nationalen Flughafenbehörde ONDA hervor.