Regionaltangente West liegt trotz Tunnelverzögerung im Zeitplan, © Deutsche Bahn
Bahnhof mit einem Regionalzug. © Deutsche Bahn
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Die Regionaltangente West (RTW) liegt nach Angaben der Planungsgesellschaft trotz jüngster Rückschläge im Zeitplan. "Nach heutiger Einschätzung gehen wir davon aus, dass die Inbetriebnahme der RTW plangemäß Ende 2030 erfolgen kann", sagte Geschäftsführer Horst Amann. Erste Teilstrecken sollen bereits Ende 2029 in Betrieb gehen.

Zuletzt hatte eine geplante Sperrpause nicht genutzt werden können. Für den Bau eines Tunnels unter den Gleisen am Bahnhof Frankfurt-Höchst fehlte eine Fachfirma für Oberleitungsbau. Der Tunnelbau soll nun 2027 beginnen. Ob dies zu Mehrkosten führt, sei derzeit nicht abschätzbar.

Fachkräftemangel und steigende Kosten

Amann bezeichnete die Lage am Markt als angespannt. Für die vielen Aufträge – nicht nur bei der RTW, sondern auch bei der Deutschen Bahn – gebe es nicht ausreichend viele Firmen.

Zudem seien die Kosten für Stahl, Beton und Löhne infolge der Corona-Pandemie, des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie der Spannungen im Nahen Osten gestiegen.

Aktuell sind 1,8 Milliarden Euro veranschlagt – ohne Fahrzeuge. Der Großteil der Mittel kommt von Bund und Land, ergänzt durch Beiträge der Kommunen entlang der Strecke.

Strecke und Haltepunkte

Die RTW wird auf 52 Kilometern Taunus-Städte wie Bad Homburg, Bad Soden und Eschborn über den Frankfurter Flughafen mit Dreieich im Landkreis Offenbach verbinden. 28 Haltepunkte und Bahnhöfe sind vorgesehen.

Da die Strecke teils neue, teils bestehende Gleise unterschiedlicher Bauart nutzt, werden speziell entwickelte Fahrzeuge eingesetzt – sie sind bereits bestellt.

Das Projekt soll den überlasteten Frankfurter Hauptbahnhof sowie den S-Bahn-Tunnel unter der Innenstadt entlasten. Prognosen gehen von bis zu 60.000 Fahrgästen täglich aus.

Der Bau hatte 2022 begonnen; erste Überlegungen stammen aus den frühen 1990er Jahren, in die konkrete Planung war man 2008 eingestiegen.

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