Qantas hat den bereinigten Vorsteuergewinn um 15 Prozent auf 2,39 Milliarden Australische Dollar (rund 1,34 Milliarden Euro) gesteigert. Die australische Fluggesellschaft profitiert von der anhaltenden Erholung des Inlandsverkehrs nach der Pandemie, wie das Unternehmen mitteilte.
Die Airline kündigte steigende Ticketpreise an. Inlandsflüge sollen in der ersten Hälfte des neuen Geschäftsjahres um bis zu fünf Prozent teurer werden, internationale Flüge um bis zu drei Prozent.
Die Fluggesellschaft schüttet eine Schlussdividende von 16,5 Australischen Cent je Aktie aus. Hinzu kommt eine Sonderdividende von 9,9 Cent. Die Gesamtausschüttung ist die höchste seit 17 Jahren. Die Qantas-Aktie stieg um mehr als zwölf Prozent und erreichte ein Rekordhoch. Das Ergebnis lag weitgehend im Rahmen der Analystenschätzungen.
Der Gewinn der Inlandsflug-Sparte stagnierte. Internationale Flüge steigerten den Vorsteuergewinn um sieben Prozent. Die Billigtochter Jetstar verzeichnete einen Gewinnsprung um 55 Prozent.
"Die Reiselust der Australier hält an, die Nachfrage bleibt stark", sagte Vorstandschefin Vanessa Hudson vor Journalisten in Sydney. Videokonferenzen hätten persönliche Geschäftstreffen nicht ersetzt. Die Nachfrage nach Geschäftsreisen im Inland erreiche fast das Niveau vor der Corona-Krise.
Hudson hatte die Führung 2023 inmitten mehrerer Skandale übernommen. Im Mai 2024 zahlte Qantas eine Vergleichssumme wegen des Verkaufs bereits stornierter Flüge.
Anfang August verhängte die Justiz eine Rekordstrafe von 90 Millionen Australischen Dollar wegen der unrechtmäßigen Entlassung von 1800 Bodenpersonal-Mitarbeitern während der Pandemie.
