Philippine Airlines (PAL) hat am Dienstag neun Airbus A350-1000 bestellt und sich zudem Kaufrechte für fünf weitere Maschinen dieses Typs gesichert. Der Auftrag folgt nur einen Tag, nachdem PAL 15 Boeing 787 mit Optionen auf fünf weitere Flugzeuge bestellt hatte – die erste Boeing-Bestellung der Fluggesellschaft seit mehr als 20 Jahren. Mit den Aufträgen treibt PAL den Ausbau ihres Langstreckennetzes voran.
Die erste Maschine aus der Dienstagsbestellung der A350-1000 soll nach Angaben von PAL-Präsident Richard Nuttall Anfang 2030 eintreffen.
Fluggesellschaften in Asien und im Nahen Osten bauen ihre Großraumflotten derzeit verstärkt aus und erneuern sie, um die wieder anziehende internationale Reisenachfrage zu bedienen und Wachstum auf Langstrecken zu unterstützen. PAL wird von der Unternehmensgruppe des philippinischen Milliardärs Lucio Tan kontrolliert, die neben der Luftfahrt auch in den Bereichen Banken, Tabak, Spirituosen, Getränke, Immobilien und Bildung aktiv ist. Die Fluggesellschaft positioniert sich für eine breitere internationale Expansion, während die Philippinen den Bau eines neuen Flughafens vorantreiben und PAL ihre globale Anbindung vertiefen will.
Beitritt zur Oneworld-Allianz angekündigt
Im vergangenen Monat hatte PAL angekündigt, der Oneworld-Allianz beizutreten und damit ihren Status als einer der wenigen großen asiatischen Flag Carrier ohne Anbindung an eine globale Airline-Allianz zu beenden. Bei der Erneuerung ihrer Großraumflotte konzentriert sich PAL auf Flugzeuge für Verbindungen nach Nordamerika, wo die Nachfrage durch die große philippinische Diaspora getragen wird.
Die Fluggesellschaft setzt auf ihren längsten Strecken derzeit Boeing 777 und Airbus A350 ein, für Kurzstrecken im internationalen und nationalen Verkehr kommen zudem Airbus A330 sowie Schmalrumpfflugzeuge zum Einsatz. PAL hatte bereits zuvor neun Airbus A350-1000 für Ultra-Langstreckenflüge von Manila nach Nordamerika bestellt.