Sämtliche Piloten von Malaysia Airlines haben bei einem verpflichtenden Drogentest negative Ergebnisse erzielt. Angeordnet worden war die Kontrolle, nachdem ein Pilot in Indonesien wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel festgenommen worden war, teilte die Muttergesellschaft Malaysia Aviation Group (MAG) mit. Als Nächstes werde das Kabinenpersonal getestet.
Ein Pilot war am 28. Juli festgenommen worden, nachdem Behörden bei seiner Ankunft in Jakarta aus Kuala Lumpur 26 Kilogramm der Droge MDMA in seinem Gepäck gefunden hatten. Urintests zeigten zudem, dass der Pilot unter dem Einfluss von Kokain und Methamphetaminen gestanden habe, teilte die Zollbehörde mit.
Da die Testergebnisse aller Piloten negativ ausgefallen seien, gehe man nun zur nächsten Phase über. Getestet werden sollen ab dem 18. August rund 2840 Mitglieder des Kabinenpersonals von Malaysia Airlines. Die Tests sollen bis zum 3. September abgeschlossen sein.
"Der Abschluss dieser ersten Phase ist ein wichtiger Meilenstein bei den Maßnahmen, zu deren Umsetzung wir uns verpflichtet haben, aber die Arbeit endet hier nicht", sagte MAG-Präsident und Konzernchef Captain Nasaruddin A. Bakar.
"Wir setzen die Tests in weiteren operativen Bereichen fort, um sicherzustellen, dass dieselben strengen Standards einheitlich in unseren Fluggesellschaften angewendet werden. Sicherheit steht im Mittelpunkt jeder Entscheidung, die wir treffen. Wir werden weiterhin die notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Schutzmaßnahmen zu stärken, operative Standards einzuhalten und das Vertrauen unserer Passagiere und Stakeholder zu erhalten", fügte er hinzu.
Neben Malaysia Airlines betreibt MAG auch die Kurzstreckengesellschaft Firefly sowie die auf Pilgerreisen nach Mekka spezialisierte Airline Amal.
Bei der Kurzstreckentochter Firefly wurden nach Angaben von MAG bereits mehr als die Hälfte der 158 Piloten und 163 Mitglieder des Kabinenpersonals getestet. Sämtliche Ergebnisse fielen bislang negativ aus. Firefly liege zudem im Zeitplan, die Tests für die übrigen Piloten und das restliche Kabinenpersonal bis zum 25. August abzuschließen.