Nach der Einstellung der Regionaltochter Cityline im April prüft Lufthansa den Verkauf der stillgelegten CRJ-900-Flotte. "Wir prüfen zurzeit die Veräußerung der CRJ-Flugzeuge", bestätigte eine Unternehmenssprecherin gegenüber "Aero.de". Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.
Cityline wurde nach Konzernangaben wegen gestiegener Treibstoffkosten und anhaltender Verluste im Zubringerbetrieb vorzeitig geschlossen. Zuletzt verfügte die Gesellschaft noch über 23 CRJ-900 mit Luftverkehrsbetreiberzeugnis, von denen jedoch nur noch zwölf aktiv eingesetzt wurden.
Ein Teil der Maschinen steht derzeit auf Außenflächen am Münchner Flughafen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte die Abschaltung als dritten Konsolidierungsschritt nach der Einstellung von Sun Express Germany und Germanwings bezeichnet.
Auf dem Gebrauchtmarkt bewegen sich die Restwerte gut erhaltener CRJ-900 laut Marktkennern im niedrigen einstelligen Millionen-Dollar-Bereich – mit sinkender Tendenz. Als Vergleichswert gilt ein Kauf der US-Regionalgesellschaft SkyWest Airlines Anfang 2025: Sie erwarb 29 gebrauchte CRJ-900 für insgesamt 28 Millionen US-Dollar.
Im Zubringernetz um die Drehkreuze Frankfurt und München setzt Lufthansa künftig auf die neu gegründete Tochter Lufthansa City Airlines.